Nürnberg, Teller mit Allianzwappen Behaim-Fürer, um 1746 (Ke 1749)

Nürnberg, Teller mit Allianzwappen Behaim-Fürer, um 1746 (Ke 1749)
Inv.Nr.
Ke 1749
Inv.Nr. (alt)
HG 9897
Zugangsregisternr.
ZR 1944/19
Alternativer Titel
Fayenceteller
Material
Nürnberger Fayence, heller, gelblicher Scherben, hellblaue Glasur, blau bemalt
Maße
Höhe 2,7 cm
Durchmesser 24,6 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite rechteckiger Aufkleber mit blauer Umrandung, mit Hs. Guido von Volckamer: "Von Grosstante Leers an Weihnachten 1893 zum Geschenk erhalten. Aehnliche sind in Schloss Kirchensittenbach." und ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
Weihnachten 1893Guido von Volckamer, München, erworben durch Schenkung von Wihelmine Leers[1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut einer rückseitigen Beschriftung von der Hand Guido von Volckamers hatte dieser den Teller Weihnachten 1893 als Geschenk seiner Großtante Wilhelmine Leers, eine geborene von Volckamer, erhalten. Die rückseitige Beschriftung verweist außerdem auf ähnliche Teller in Schloss Kirchensittenbach. Die ehemalige Besitzung der Familie Tetzel wird seit 1709 von der Familie Volckamer gemeinsam mit je einer weiteren Nürnberger Patrizierfamilie im Rahmen der Tetzelschen Familienstiftung verwaltet (s. dazu auch den Eintrag zu Guido von Volckamer).



[1] Laut rückseitiger Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1749, HG 9897. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. – S. dazu auch Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt. Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 2017, Kat.Nr. 287.

Bearbeitung
AE