Heiland, Erben nach Paul

Inv.Nr.
Pl.O. 2773
Zugangsregisternr.
ZR 1938/115
Material
Lindenholz
Maße
Höhe 120 cm
Breite 59 cm
Sammlung
Skulptur bis 1800
Objektuntersuchung
auf der Rückseite Adressaufkleber, z.T. durch Metallhaken verdeckt, Beschriftung „Josef Gluger (Grager?) / Antiquitaeten – Haendler / München / Hopfen-Strasse No. 5 (6?) (darunter handschriftlich): Zweigstr. (?) Nro. 4“
DatumProvenienz
spätestens 1933Paul Heiland, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
1933Erben nach Paul Heiland, erworben im Erbgang von Paul Heiland, München [2]
14.2.1934Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Kauf von Erben nach Paul Heiland[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Der Putto wurde im November 1938 als Vermächtnis von Paul Heiland (1870–1933) verzeichnet. Erworben wurde er jedoch bereits 1933/34 im Zuge der Erwerbung der Eisengusssammlung Heiland, die dieser dem Museum vermacht hatte. Mit den Erben einigte man sich auf einen Preis von 1.000 RM für den Putto und zwei weitere Objekte (Biskuitporzellanbüste der Königin Luise (Pl.O. 2699), „goldene Barockwolken“ mit Gottvater, Taube und zwei Engeln). Auch das Bayerische Nationalmuseum hatte Interesse an diesen Stücken, verzichtete jedoch zugunsten des Germanischen Nationalmuseums. Am 14.2.1934 wird der Eingang der Objekte im Museum bestätigt. Im Zugangsbuch findet sich jedoch kein entsprechender Eintrag. Die Büste von Königin Luise wurde mit der Eisengusssammlung inventarisiert. Der Putto Pl.O. 2733 wurde offenbar erst 1938 (fälschlich als „Vermächtnis“) nachinventarisiert und im Zugangsbuch verzeichnet. Möglicherweise waren er und die „Barockwolken mit Gottvater“ zunächst für den Tausch vorgesehen. Die „Barockwolke“ ist weder im Zugangs- noch im Inventarbuch eingetragen. Nach ihrem Eingang ins Germanische Nationalmuseum waren die Einzelteile als nicht zusammengehörig erkannt worden und sind möglicherweise später wieder abgegeben worden.

Auf der Rückseite des Putto befindet sich ein Aufkleber eines Münchner Kunsthändlers, dessen Name nicht vollständig lesbar ist (vermutl. Josef Gluger (oder Grager), Hopfenstr. 5 (6?)). Ein Händler dieses Namens ist im Stadtarchiv München nicht nachweisbar.[5]



[1] Rückseitiger Adressaufkleber, s. Objektuntersuchung.

[2] Heiland verstarb am 21.9.1933 in Potsdam.

[3] HA GNM, GNM-Akten K 37.43, Dr. Heiland, Potsdam, RA Adolf Bayer an Zimmermann, GNM, 2.12.1933.

[4] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 2773 (Kaufpreis 1.000 RM, zus. mit Pl.O. 2699 sowie „goldenen Barockwolken“ mit Gottvater, Taube und zwei Engeln). – HA GNM, GNM-Akten K 37.43, Dr. Heiland, Potsdam, Schriftwechsel Nachlassverwalter Rumpf u.a. mit GNM, 13.11.1933, 23.11.1933, 29.11.1933, 2.12.1933, 8.12.1933, 12.12.1933, 15.12.1933, 22.12.1933, 30.1.1934, 13.2.1934, 14.2.1934, 22.2.1934, 3.3.1934, 15.3.1934, Schriftwechsel Speditionsfirma Knauer mit GNM, 7.2.1934, 8.2.1934, 12.2.1934, 14.2.1934; GNM-Akten K 3141, Hauptmuseumsfonds Ausgabebelege 1934, Beleg Nr. 228/45: GNM überweist 1.200 RM für Eisensammlung und 3 Skulpturen (1.000 RM für die 3 Skulpturen, 200 RM als Gegenleistung für das Vermächtnis der Eisensammlung).

[5] Freundliche Auskunft Matthias Röth, Stadtarchiv München, Schreiben vom 18.2.2016.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Pl.O. 2699
Zugangsregisternr.
ZR-Nr. zu Pl.O. 2699
Material
Bisquitporzellan in der Masse dunkelbraun gefärbt, teils vergoldet
Maße
Höhe 58 cm
Sammlung
Skulptur bis 1800
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
spätestens 1933Paul Heiland, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
1933Erben nach Paul Heiland, erworben im Erbgang von Paul Heiland, München [2]
14.2.1934Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Kauf von Erben nach Paul Heiland[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Die Büste wurde 1934 zusammen mit der Eisengusssammlung von Paul Heiland (1870–1933) als „Vermächtnis“ im Zugangsregister verzeichnet. Die Sammlung hatte das Museum im Erbgang von Paul Heiland nach dessen Tod am 21. September 1933 erhalten.

Bei der Büste handelt es sich allerdings nicht um ein Vermächtnis, vielmehr wurde sie zusammen mit weiteren Objekten (Putto Pl.O. 2773 sowie „goldene Barockwolken“ mit Gottvater, Taube und zwei Engeln) für 1.000 RM erworben. Auch das Bayerische Nationalmuseum hatte Interesse an diesen Stücken, verzichtete jedoch zugunsten des Germanischen Nationalmuseums. Am 14.2.1934 wird der Eingang der Objekte im Museum bestätigt.



[1] Heiland verstarb am 21.9.1933 in Potsdam.

[2] HA GNM, GNM-Akten K 37.43, Dr. Heiland, Potsdam, RA Adolf Bayer an Zimmermann, GNM, 2.12.1933.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 2699 (Kaufpreis 1.000 RM, zus. mit Pl.O. 2773 sowie „goldenen Barockwolken“ mit Gottvater, Taube und zwei Engeln). – HA GNM, GNM-Akten K 37.43, Dr. Heiland, Potsdam, Schriftwechsel Nachlassverwalter Rumpf u.a. mit GNM, 13.11.1933, 23.11.1933, 29.11.1933, 2.12.1933, 8.12.1933, 12.12.1933, 15.12.1933, 22.12.1933, 30.1.1934, 13.2.1934, 14.2.1934, 22.2.1934, 3.3.1934, 15.3.1934, Schriftwechsel Speditionsfirma Knauer mit GNM, 7.2.1934, 8.2.1934, 12.2.1934, 14.2.1934; GNM-Akten K 3141, Hauptmuseumsfonds Ausgabebelege 1934, Beleg Nr. 228/45: GNM überweist 1.200 RM für Eisensammlung und 3 Skulpturen (1.000 RM für die 3 Skulpturen, 200 RM als Gegenleistung für das Vermächtnis der Eisensammlung).

Bearbeitung
AE