Tietz, Ferdinand (1708-1777) (Nachahmer), Minerva, 1. Viertel 20. Jh. (Pl.O. 2367)

Tietz, Ferdinand (1708-1777) (Nachahmer), Minerva, 1. Viertel 20. Jh. (Pl.O. 2367)
Inv.Nr.
Pl.O. 2367
Zugangsregisternr.
ZR 1942/79
Material
Lindenholz, Kreidegrund, Polierweißfassung mit Mixtionsvergoldung, Vergoldungen
Maße
Höhe gesamt 34,5 cm
Höhe Figur 23 cm
Sammlung
Skulptur bis 1800
Objektuntersuchung
auf der Unterseite Zettel mit Aufschrift „Kunsthaus Zürich 109“ (oder 10S)
DatumProvenienz
vor 1925L. Fritz, erworben von „Privatbesitz Bamberg“[1]
1925Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von L. Fritz[2]
21.09.1942Germanisches Nationalmuseum, erworben im Tausch von Valentin J. Mayring[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Die Figurengruppe der Minerva wurde 1942 im Tausch von Valentin Mayring erworben, laut Karteikarte der Sammlung Mayring gegen ein Madonnenbild eines Antwerpener [?] Meisters, eine spätgotische Alabasterfigur des Hl. Georg und ein Seestück von A[dam?] Willaerts. Mayring hatte die Minerva 1925 von „L. Fritz“ erworben, der sie wiederum aus Bamberger Privatbesitz erstanden hatte. Bereits seit 1925 befand sich die Figur als Leihgabe Mayrings im Germanischen Nationalmuseum. Anfang Februar 1941 war sie an Mayring zurückgegeben worden, da dieser sie zusammen mit weiteren Objekten aus seinem Privatbesitz aus Sicherheitsgründen bei einer Spedition einlagern lassen wollte. Ein Jahr später überließ Mayring die Figur im Tausch dem Museum. 

Der Aufkleber des Kunsthauses Zürich auf der Unterseite stammt höchstwahrscheinlich von der Ausstellung „Schönheit des 18. Jahrhunderts“ 1955, zu der die Skulptur ausgeliehen war.[4] Auf weiteren Werken des Germanischen Nationalmuseums, die ebenfalls zur Ausstellung ausgeliehen waren (z.B. Gm 1310), befinden sich ebenfalls Aufkleber des Kunsthauses Zürich.

 


[1] DKA, NL Valentin Mayring, I, B-1, Karteikarte zu Ferdinand Dietz, Pallas Athene.

[2] DKA, NL Valentin Mayring, I, B-1, Karteikarte zu Ferdinand Dietz, Pallas Athene. – HA GNM, GNM-Akten K 726.88, Leihgaben, Schriftwechsel Mayring mit Zimmermann, GNM, 22.6.1925, 29.10.1925, 12.10.1931, Schriftwechsel Mayring mit Kohlhaußen, GNM, 30.1.1941, 3.2.1941, 6.2.1941, Revers 28.10.1925, Eintrag im Standortverzeichnis der Leihgaben, 29.10.1925, Leihgabenvertrag, 11.1.1940. –Claudia Maué (Hrsg.): Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Teil 1: Franken. Bestandskatalog. Nürnberg, Mainz 1997, S. 229–233, Kat.Nr. 103. – Von 1925 bis 1941 befand sich die Skulptur als Leihgabe im GNM.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 2367 (Tausch gegen ein Madonnenbild eines Antwerpener [?] Meisters, eine spätgotische Alabasterfigur des Hl. Georg und ein Seestück von A. Willaerts, laut Karteikarte der Sammlung Mayring). Bei dem Seestück könnte es sich um Gm 352 handeln: Ölgemälde von A. Willaerts, 1624, erworben 1864 aus der Auktion der Hertelschen Sammlung in Nürnberg. – DKA, NL Valentin Mayring, I, B-1, Karteikarte zu Ferdinand Dietz, Pallas Athene. –Claudia Maué (Hrsg.): Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Teil 1: Franken. Bestandskatalog. Nürnberg, Mainz 1997, S. 229–233, Kat.Nr. 103.

[4]Schönheit des 18. Jahrhunderts: Malerei, Plastik, Porzellan, Zeichnung. Hrsg. von Kunsthaus Zürich. Ausst.Kat. Kunsthaus Zürich. Zürich 1955, Kat.Nr. 393.

Bearbeitung
AE