Zimmermann, Ernst Heinrich
| 1915 bis 1918 | Assistent an der Österreichischen Staatsgalerie Wien |
| 1919 bis 1920 | Assistent am Kunstgewerbemuseum Berlin |
| 1.10.1920 bis 30.9.1936 | Erster Direktor am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg |
| 1936 bis 1948 | Direktor der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen, Berlin |
| 1948 bis 1957 | Generaldirektor der Ehemals Staatlichen Museen in Berlin (West) |
Literatur
Bernward Deneke, Rainer Kahsnitz (Hrsg.): Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg 1852–1977. Beiträge zu seiner Geschichte. München, Berlin 1978, S. 1142.
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| spätestens 1936 | Ernst Heinrich Zimmermann, Berlin, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1] |
| 27.05.1936 | Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Schenkung von Ernst Heinrich Zimmermann[2] |
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| 1927 | Ernst Heinrich Zimmermann, Berlin, erworben von Robert Langton Douglas, London [1] |
| 17.01.1936 | Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Kauf von Ernst Heinrich Zimmermann[2] |
Die Darstellung der „Vision des Hl. Franziskus“ stammt aus dem Besitz von Ernst Heinrich Zimmermann, dem Direktor des Germanischen Nationalmuseums, der es dem Museum verkaufte, als er 1936 nach Berlin wechselte. Zimmermann schrieb es Lucas Cranach zu und hatte es vom englischen Kunsthistoriker und Händler R. Langton Douglas, der es – laut Inventarbuch – auf einer „kleinen Londoner Auktion“ erworben haben soll. Wann diese Auktion stattfand und wie lange das Gemälde im Besitz von Langton Douglas war, lässt sich momentan nicht ermitteln. [3]
Aus dem Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 9. März 1936 geht jedoch hervor, dass Zimmermann bereits 1927 in den Besitz des Gemäldes kam: In diesem Jahr hatten zwei Mitglieder des Beirats, „Generaldirektor Dörnhöffer und Geheimrat Dr. Halm“, wegen des schlechten Erhaltungszustandes das Bild nicht zum Ankauf empfohlen. „Z. hat darauf das Bild privat erworben und stellt es heute nochmals zum Ankauf vor, da nach 9 Jahren sich herausgestellt hat, dass so grosse bedeutende Bilder von Cranach kaum mehr auftauchen werden.“
[1] HA, GNM-Akten K 4197, Protokoll Verwaltungsratssitzung vom 9.3.1936. – Registrar GNM, Inventarbuch, Gm 1352.
[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1352 (Kaufpreis. 6.000 RM).
[3] Im Nachlass von Douglas befinden sich u.a. zwei Lagerbücher der fraglichen Zeit; das Gemälde konnte darin jedoch nicht nachgewiesen werden. Frdl. Auskunft von Gretchen Wold, Metropolitan Museum of Art, Department European Paintings, New York, E-Mail vom 4.3.2015. (Angefragt waren nur die Jahre 1932 bis 1936, da das Verwaltungsratprotokoll zum Zeitpunkt der Anfrage noch nicht bekannt war. Eine neuerliche Anfrage wurde nicht gestellt.)

