Zimmermann, Ernst Heinrich

Namensvarianten
Zimmermann, Heinrich
Zimmermann, Ernst Heinrich, Dr.
Geburtsdaten
22.09.1886, Wolfenbüttel
Sterbedaten
28.02.1971, Tutzing
Adresse
Nürnberg
Berlin

 

1915 bis 1918Assistent an der Österreichischen Staatsgalerie Wien
1919 bis 1920Assistent am Kunstgewerbemuseum Berlin
1.10.1920 bis 30.9.1936Erster Direktor am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg
1936 bis 1948Direktor der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen, Berlin
1948 bis 1957Generaldirektor der Ehemals Staatlichen Museen in Berlin (West)

 

Literatur

Bernward Deneke, Rainer Kahsnitz (Hrsg.): Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg 1852–1977. Beiträge zu seiner Geschichte. München, Berlin 1978, S. 1142.

Inv.Nr.
Gm 1364
Zugangsregisternr.
ZR 1936/53
Material
Öl auf Pappe
Maße
Höhe 42 cm
Breite 35 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite ein kleines Schild aus Karton/Pappe, keine Beschriftung mehr vorhanden.
DatumProvenienz
spätestens 1936Ernst Heinrich Zimmermann, Berlin, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
27.05.1936Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Schenkung von Ernst Heinrich Zimmermann[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.
Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1352
Zugangsregisternr.
ZR 1936/6
Material
Malerei auf Lindenholz (Tilia sp.)
Maße
Höhe 169,9 cm
Breite 126,4 cm
Rahmenhöhe 171,5 cm
Rahmenbreite 128 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf der Parkettierung oben links zwei Aufkleber; auf dem oberen in schwarzer Schrift „345“, auf dem zweiten mit Schreibmaschine (stark berieben) „St. Francis reciv[unleserlich]“, Vermutlich als „St. Francis receiving the Stigmata zu lesen.
DatumProvenienz
1927Ernst Heinrich Zimmermann, Berlin, erworben von Robert Langton Douglas, London [1]
17.01.1936Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Kauf von Ernst Heinrich Zimmermann[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Die Darstellung der „Vision des Hl. Franziskus“ stammt aus dem Besitz von Ernst Heinrich Zimmermann, dem Direktor des Germanischen Nationalmuseums, der es dem Museum verkaufte, als er 1936 nach Berlin wechselte. Zimmermann schrieb es Lucas Cranach zu und hatte es vom englischen Kunsthistoriker und Händler R. Langton Douglas, der es – laut Inventarbuch – auf einer „kleinen Londoner Auktion“ erworben haben soll. Wann diese Auktion stattfand und wie lange das Gemälde im Besitz von Langton Douglas war, lässt sich momentan nicht ermitteln. [3]

Aus dem Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 9. März 1936 geht jedoch hervor, dass Zimmermann bereits 1927 in den Besitz des Gemäldes kam: In diesem Jahr hatten zwei Mitglieder des Beirats, „Generaldirektor Dörnhöffer und Geheimrat Dr. Halm“, wegen des schlechten Erhaltungszustandes das Bild nicht zum Ankauf empfohlen. „Z. hat darauf das Bild privat erworben und stellt es heute nochmals zum Ankauf vor, da nach 9 Jahren sich herausgestellt hat, dass so grosse bedeutende Bilder von Cranach kaum mehr auftauchen werden.“

 


[1] HA, GNM-Akten K 4197, Protokoll Verwaltungsratssitzung vom 9.3.1936. – Registrar GNM, Inventarbuch, Gm 1352.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1352 (Kaufpreis. 6.000 RM).

[3] Im Nachlass von Douglas befinden sich u.a. zwei Lagerbücher der fraglichen Zeit; das Gemälde konnte darin jedoch nicht nachgewiesen werden. Frdl. Auskunft von Gretchen Wold, Metropolitan Museum of Art, Department European Paintings, New York, E-Mail vom 4.3.2015. (Angefragt waren nur die Jahre 1932 bis 1936, da das Verwaltungsratprotokoll zum Zeitpunkt der Anfrage noch nicht bekannt war. Eine neuerliche Anfrage wurde nicht gestellt.)

Bearbeitung
TS