Blechschildchen mit Volckamer-Dilherrschem Allianzwappen, 1773 (KG 1119)

Blechschildchen mit Volckamer-Dilherrschem Allianzwappen, 1773 (KG 1119)
Inv.Nr.
KG 1119
Zugangsregisternr.
ZR 1944/70
Alternativer Titel
Kirchenstuhlschild
Material
Blech
Maße
Höhe 9,5 cm
Breite 12,5 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[1]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Auf das Blechschildchen KG 1119 fand sich im schriftlichen Nachlass Guido von Volckamers, insbesondere in seinen Tagebüchern sowie den Unterlagen zur Kunstsammlung, kein Hinweis. Volckamer besaß mehrere derartige Blechschildchen, die der Kennzeichnung des Platzes in der Kirche dienten. In seinem Nachlass haben sich insgesamt vier Schilder erhalten: mit Volckamer-Dilherrschem Allianzwappen, datiert 1773 (KG 1119), mit Volckamer-Scheuerlschem Allianzwappen, datiert 1719 (KG 1120), mit Wappen eines Unbekannten, wahrscheinlich namens Bauer, datiert 1771 (KG 1121) und mit Wappen eines Unbekannten, wahrscheinlich namens Horn (KG 1122).

In einem Tagebucheintrag von 1915 erwähnt Volckamer zudem ein weiteres „auf Blech gemalte[s] Wappenschild der Familie Tetzel von Kirchensittenbach, 1717“, für das er damals einen Rahmen erwarb.[2] Das Tetzelwappen zeigt eine aufsteigende, silberne Katze. Es kann sich also nicht um eines der vier Schildchen im Besitz des Germanischen Nationalmuseums handeln, zumal auch die Datierung mit keinem der erhaltenen Schildchen übereinstimmt. Ob sich auch die vier genannten, erhaltenen Schilder bereits 1915 im Besitz Volckamers befanden, lässt sich anhand des Tagebucheintrags nicht belegen.



[1] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu KG 1119. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[2] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1915: „29. [September 1915] M. Bruger Rahmen=Geschäft Beleg 61. Schwarze Rahme [sic] mit Goldparten[?]leiste für das auf Blech gemalte Wappenschild der Familie Tetzel von Kirchensittenbach, 1717 u.d. Nbger Stadt Wappen 2,70“.

Bearbeitung
AE