Mayring, Valentin J.
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| 1881 | Germanisches Nationalmuseum, erworben von Frauenkirche Nürnberg[1] |
| 23.02.1922 | Nüßlein (Antiquariat Nüßlein), Nürnberg, erworben durch Kauf von Germanisches Nationalmuseum[2] |
| vermutl. 1922 | Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von Nüßlein (Antiquariat Nüßlein), Nürnberg [3] |
| 09.12.1939 | Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Schenkung von Valentin J. Mayring[4] |
Die Frauenmaske stammt laut dem Bestandskatalog der Skulpturensammlung (Josephi 1910) von einer 1881 abgebrochenen Muttergottes vom nordwestlichen Strebepfeiler der Nürnberger Frauenkirche und kam von dort 1881 ans Germanische Nationalmuseum. Das Museum veräußerte sie 1922 an den Nürnberger Antiquar Nüsslein. 1939 erhielt sie das Haus von Valentin Mayring zum Geschenk. Auf der zugehörigen Karteikarte im Nachlass Mayrings im DKA finden sich die Einträge „1922 Nüsslein Sf.“ sowie „Germ.Nat.Mus. 1939“.Mit großer Wahrscheinlichkeit erwarb Mayring den Kopf also bei Nüsslein und befand sich das Objekt anschließend von 1922 bis 1939 durchgehend bei Mayring. Die Karteikarte Mayrings trägt die Beschriftung „P[lastik?] 150“. Die Beschriftung auf der Rückseite „F.P. 346“ konnte nicht zugeordnet werden.
[1]Walter Josephi: Die Werke plastischer Kunst (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg). Nürnberg 1910, S. 54, Kat.Nr. 98.
[2] Registrar GNM, Inventarbuch zu Pl.O. 331. – Bei Nüßlein handelt es sich vermutlich um den Nürnberger Kunsthändler Heinrich Nüßlein (Nürnberg-Schweinau 1879–1949 Ruhpolding), der zwischen 1915 und 1925 in Nürnberg einen Kunsthandel und Antiquariat, ab 1917 auch ein Versteigerungsgeschäft betrieb. Siehe dazu Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt. Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 2017, S. 31, Anm. 20.
[3] DKA, NL Valentin Mayring, I, B-1, Karteikarte zu P 150.
[4] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 331.
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| spätestens 1929 | Drey (Kunsthandlung A. S. Drey), München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1] |
| 17./18.06.1936 | Hans Edmund Bäcker, erworben auf der Auktion Graupe (Auktionshaus Paul Graupe), Berlin, Los-Nr. 63, eingeliefert von Drey (Kunsthandlung A. S. Drey)[2] |
| spätestens 1947 | Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von Hans Edmund Bäcker[3] |
| 03.10.1947 | Germanisches Nationalmuseum, erworben im Tausch von Valentin J. Mayring[4] |
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| 14.-19.05.1934 | Drey (Kunsthandlung A. S. Drey), erworben auf der Auktion Dorotheum, Wien, Los-Nr. 112, eingeliefert von Oskar Berl[1] |
| 17./18.06.1936 | Heinemann (Galerie Heinemann), erworben auf der Auktion Graupe (Auktionshaus Paul Graupe), Berlin, Los-Nr. 52, eingeliefert von Drey (Kunsthandlung A. S. Drey)[2] |
| 1936 | Hans Edmund Bäcker, erworben durch Kauf von Heinemann (Galerie Heinemann), München [3] |
| spätestens 1947 | Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von Hans Edmund Bäcker[4] |
| 03.10.1947 | Germanisches Nationalmuseum, erworben im Tausch von Valentin J. Mayring[5] |
| 2007 | restituiert an Erben nach A. S. Drey[6] |
| 06.12.2007 | Unbekannte(r) Besitzer, erworben auf der Auktion Sotheby's, London, Los-Nr. 137, eingeliefert von Erben nach A. S. Drey[7] |
NS-verfolgungsbedingt entzogen. Einvernehmliche Lösung mit den Erben nach A. S. Drey erfolgte bereits vor Projektbeginn (2007).
Siehe dazu:
Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2017, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| spätestens 1908 | Prinz Ratibor, Schloss Grafenegg (Kärnten), erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1] |
| zwischen spätestens 1908 und spätestens 21.08.1943 | Verbleib unbekannt |
| spätestens 21.08.1943 | Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [2] |
| 21.08.1943 | Germanisches Nationalmuseum, erworben im Tausch von Valentin J. Mayring[3] |
Der Krug kam am 21. August 1943 durch einen Tausch mit dem Nürnberger Sammler Valentin Mayring in die Sammlung. Eine Fotografie des Objekts ist im Karteikasten zur Sammlung Mayring überliefert, der sich im DKA befindet. Rückseitig sind dort vermerkt „Slg. Graf Khevenhüller“ und „Slg. Prinz Ratibor“ beide mit geschweifter Klammer verbunden, hinter der „Schloss Grafenegg (Niederösterreich)“ angegeben ist.[4] Wann das Objekt in Mayrings Besitz gelangte, ist der Fotografie nicht zu entnehmen. 1908 war der Krug in einem Katalog zur Sammlung des Schlosses Grafenegg mit S/W-Fotografie veröffentlicht.[5] Ein Vergleich dieser Fotografien mit dem Original bestätigt, dass es sich aufgrund der charakteristischen Verläufe der Glasur eindeutig um dasselbe Objekt handelt.
Bei dem auf der Inventarkarte genannten „Prinz Ratibor“ dürfte es sich um Viktor I. Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey, Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1818–1893) oder seinen Sohn Viktor II. (1847–1923) handeln.[6] Viktor III. (1879–1945) wurde nach dem Tod seines Vaters Chef des Hauses Ratibor und verfügte über die familiären Besitzungen, zu denen das Schloss Grafenegg seit 1877 durch die Heirat Viktor II. mit Marie von Breuner-Enckevoirt gehörte.[7] Im Auftrag Viktor III. wurden 1933 bei der Galerie Fischer in Luzern Objekte aus dem Waffensaal von Schloss Grafenegg versteigert.[8] Ob in diesem Zusammenhang weitere Kunstverkäufe stattfanden, ist bisher nicht bekannt. Das Schlossarchiv Grafenegg liegt seit 1946 als Depositum im Österreichischen Staatsarchiv (Haus-, Hof- und Staatsarchiv).[9] Eine Anfrage zu dem Bestand ergab, dass Informationen zu Kunstverkäufen nicht enthalten sind.[10] Empfohlen wurde eine Anfrage an die Familie Metternich-Sandor, in dessen Besitz sich das Schloss Grafenegg befindet. Die jetzigen Schlossbesitzer verfügen allerdings über keinerlei weitere Informationen.[11]
Weitere Informationen: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2017, S. 202, Kat.Nr. 4.2, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392
[1]DKA GNM, NL Valentin Mayring, I, B-2, Fotografie „Buntglasierter Hafnerkrug aus der Preuning-Werkstatt“ (rückseitig beschriftet).
[2]Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1690, HG 9805.
[3]Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1690, HG 9805 (zusammen mit Ke 2586, getauscht gegen Gm 235, Gm 362, Pl.O. 353, Pl.O. 2161, Pl.O. 2371).
[4]DKA, Nl Mayring, Valentin, I, B-2 (Karteikasten Kunsthandwerk), Fotografie „Buntglasierter Hafnerkrug aus der Preuningwerkstatt“.
[5]Hans Tietze: Die Sammlungen des Schlosses Grafenegg (Österreichische Kunsttopographie 1, Beih.). Wien 1908, URL: https://archive.org/stream/diedenkmaledespo00tiet [28.06.2017]., S. 78, Fig. 88.
[6]Günter Tiggesbäumker: Viktor I. Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey, Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1818-1893). In: Westfälische Zeitschrift 114, 1994, S. 265–280.
[7]Günter Tiggesbäumker: Das herzogliche Haus Ratibor und Corvey (Deutsche Fürstenhäuser 5). Werl 2001.
[8]Waffensaal des Schlosses Grafenegg, Herzog Viktor von Ratibor. Aukt.Kat. Galerie Fischer, Luzern 2. September 1933, URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/fischer1933_09_02/0005 [28.06.2017].
[9]ÖStA/HHStA SB HA Grafenegg, Schlossarchiv Grafenegg (Depot). Zum Bestand s. Thomas Just: Die Nachlässe und Privat- und Familienarchive im Haus-. Hof- und Staatsarchiv. In: Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 56, 2011, S. 203–238., bes. S. 229–230.
[10]Frdl. Auskunft von Thomas Just, Österreichisches Staatsarchiv (Mail vom 29.6.2016).
[11]Frdl. Auskunft von Grete Traunfellner, Verwaltung Schloss Grafenegg (Mail vom 6.7.2016).
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| spätestens 10.05.1938 | Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1] |
| 21.08.1943 | Germanisches Nationalmuseum, erworben im Tausch von Valentin J. Mayring[2] |
Die Ofenkachel kam am 21. August 1943 durch einen Tausch mit dem Nürnberger Sammler Valentin Mayring in den Bestand. Das Inventar zur Sammlung Mayring, das sich im DKA befindet, enthält keine Karteikarte oder Fotografie des Objekts.[3] Das Objekt befand sich seit Mai 1938 als Leihgabe Mayrings in der Sammlung und war als HG 9246 am 10. Mai 1938 inventarisiert worden. Zudem wird die Kachel als „posauneblasender Putto“ in einem Brief Kohlhaußens vom Juni 1938 an den Sammler erwähnt, in dem er für die Leihgabe sowie die Schenkung von Ke 2218 dankt.[4] Ein Leihakt existiert für HG 9246/Ke 2586 ist gleichwohl nicht überliefert. Es dürfte sich aber mit ziemlicher Sicherheit um ein und dasselbe Objekt handeln, da Leihgabe häufiger später angekauft oder ertauscht wurden.
[1]HA GNM, GNM-Akten K 421, Kohlhaußen an Mayring, 11.6.1938 (Nr. 2949).
[2]Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 2586, HG 9806 (Tausch zusammen mit Ke 1690 getauscht gegen Gm 235, Gm 362, Pl.O. 353, Pl.O. 2161, Pl. O. 2371).
[3]DKA, Nl Mayring, Valentin, I, B-2 (Karteikasten Kunsthandwerk).
[4]Registrar GNM, Zugangsregister, HG 9246.
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| vor 1925 | L. Fritz, erworben von „Privatbesitz Bamberg“[1] |
| 1925 | Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von L. Fritz[2] |
| 21.09.1942 | Germanisches Nationalmuseum, erworben im Tausch von Valentin J. Mayring[3] |
Die Figurengruppe der Minerva wurde 1942 im Tausch von Valentin Mayring erworben, laut Karteikarte der Sammlung Mayring gegen ein Madonnenbild eines Antwerpener [?] Meisters, eine spätgotische Alabasterfigur des Hl. Georg und ein Seestück von A[dam?] Willaerts. Mayring hatte die Minerva 1925 von „L. Fritz“ erworben, der sie wiederum aus Bamberger Privatbesitz erstanden hatte. Bereits seit 1925 befand sich die Figur als Leihgabe Mayrings im Germanischen Nationalmuseum. Anfang Februar 1941 war sie an Mayring zurückgegeben worden, da dieser sie zusammen mit weiteren Objekten aus seinem Privatbesitz aus Sicherheitsgründen bei einer Spedition einlagern lassen wollte. Ein Jahr später überließ Mayring die Figur im Tausch dem Museum.
Der Aufkleber des Kunsthauses Zürich auf der Unterseite stammt höchstwahrscheinlich von der Ausstellung „Schönheit des 18. Jahrhunderts“ 1955, zu der die Skulptur ausgeliehen war.[4] Auf weiteren Werken des Germanischen Nationalmuseums, die ebenfalls zur Ausstellung ausgeliehen waren (z.B. Gm 1310), befinden sich ebenfalls Aufkleber des Kunsthauses Zürich.
[1] DKA, NL Valentin Mayring, I, B-1, Karteikarte zu Ferdinand Dietz, Pallas Athene.
[2] DKA, NL Valentin Mayring, I, B-1, Karteikarte zu Ferdinand Dietz, Pallas Athene. – HA GNM, GNM-Akten K 726.88, Leihgaben, Schriftwechsel Mayring mit Zimmermann, GNM, 22.6.1925, 29.10.1925, 12.10.1931, Schriftwechsel Mayring mit Kohlhaußen, GNM, 30.1.1941, 3.2.1941, 6.2.1941, Revers 28.10.1925, Eintrag im Standortverzeichnis der Leihgaben, 29.10.1925, Leihgabenvertrag, 11.1.1940. –Claudia Maué (Hrsg.): Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Teil 1: Franken. Bestandskatalog. Nürnberg, Mainz 1997, S. 229–233, Kat.Nr. 103. – Von 1925 bis 1941 befand sich die Skulptur als Leihgabe im GNM.
[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 2367 (Tausch gegen ein Madonnenbild eines Antwerpener [?] Meisters, eine spätgotische Alabasterfigur des Hl. Georg und ein Seestück von A. Willaerts, laut Karteikarte der Sammlung Mayring). Bei dem Seestück könnte es sich um Gm 352 handeln: Ölgemälde von A. Willaerts, 1624, erworben 1864 aus der Auktion der Hertelschen Sammlung in Nürnberg. – DKA, NL Valentin Mayring, I, B-1, Karteikarte zu Ferdinand Dietz, Pallas Athene. –Claudia Maué (Hrsg.): Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Teil 1: Franken. Bestandskatalog. Nürnberg, Mainz 1997, S. 229–233, Kat.Nr. 103.
[4]Schönheit des 18. Jahrhunderts: Malerei, Plastik, Porzellan, Zeichnung. Hrsg. von Kunsthaus Zürich. Ausst.Kat. Kunsthaus Zürich. Zürich 1955, Kat.Nr. 393.
| Datum | Provenienz |
|---|---|
| 1931 | Valentin J. Mayring, Hollfeld bei Bayreuth, erworben von Ebert (Kunsthandlung Alfred Ebert), Berlin [1] |
| 15.08.1944 | Germanisches Nationalmuseum, erworben im Tausch von Valentin J. Mayring[2] |
Durch Vermittlung des Germanischen Nationalmuseums erwarb Mayring das Relief 1931 von einem Dr. A. Ebert, Berlin, Augsburgerstr. 62. 1944 ging es durch Tausch mit Mayring ins Eigentum des Germanischen Nationalmuseum über. Die Tauschobjekte sind nicht bekannt. Im Nachlass Mayring im DKA sind keine Unterlagen zum Objekt nachweisbar. Bei A. Ebert handelt es sich um den Berliner Kunsthändler Alfred Ebert, der bis 1931 in Berlin nachweisbar ist.[3]
[1] HA GNM, GNM-Akten K 116, Ankaufsakten 1931, Schriftwechsel Ebert mit Zimmermann, GNM, 9.4.1931 (Nr. 2065), 13.4.1931 (Nr. 2065, rückseitig), 15.4.1931 (Nr. 2154), 16.4.1931 (o. Nr.) sowie Empfangsbestätigung von Mayring, 16.4.1931. –Claudia Maué: Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Teil 2: Bayern, Österreich, Italien, Spanien. Bestandskatalog (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg). Nürnberg, Mainz 2005, S. 207–209, Kat. Nr. 191.
[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 2843.
[3] S. die vom Aktiven Museum, Berlin, erstellte Datei mit einer „Gesamtaufnahme des Kunsthandels in Berlin 1928–1943“, http://www.aktives-museum.de/ausstellungen/gute-geschaefte/ [30.11.2015].




