Lämmle, Siegfried

Geburtsdaten
14.02.1863, Laupheim
Sterbedaten
11.06.1953, Los Angeles
Adresse
München

Siehe zu Siegfried Lämmle:

Anja Ebert: Siegfried Lämmle – In die Emigration getrieben. In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2017, S. 160–179, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.

 

Siehe für weitere Erwerbungen von Lämmle auch den Eintrag zur Kunsthandlung Lämmle.

Inv.Nr.
Hz 4370
Zugangsregisternr.
ZR 4500
Material
Aquarell, teilweise mit Goldauftrag
Maße
Höhe 22,6 cm
Breite 19,1 cm
Sammlung
Graphische Sammlung
Objektuntersuchung
Bleistiftbeschriftung auf der Rückseite, oben links, "(91)[?] [oder (Br)[?]] 5724/144"
DatumProvenienz
spätestens 1938Siegfried Lämmle, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
November 1938beschlagnahmt durch Gestapo München[2]
zwischen November 1938 und 9./10.03.1939Verbleib unbekannt
9./10.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben auf der Auktion Weinmüller München (Kunstversteigungshaus Adolf Weinmüller), München, Los-Nr. 31 [3]
14.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben von Germanisches Nationalmuseum[4]

NS-verfolgungsbedingt entzogen

 

Die Grafiksammlung Siegfried Lämmles wurde 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt und Teile davon bei Weinmüller versteigert. Aus der Auktion erwarb das Germanische Nationalmuseum insgesamt sieben Grafiken (Hz 4370, Hz 4372 1 u. 2, SP 6600, SP 6601, SP 6602, SP 6603). Derzeit befindet sich das Germanische Nationalmuseum mit den Erben in Verhandlungen zu einer gütlichen Einigung.


Siehe dazu:

Anja Ebert: Siegfried Lämmle – In die Emigration getrieben. In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2017, S. 160–179, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.

 

Siehe auch den Eintrag im Marburger Bildindex der Kunst und Architektur:

https://www.bildindex.de/werke/gallery/encoded/eJzjYBKS5GLPT8rSTczJEWLyqJJidvRzUWIuycnWYhCSRkixmBibGyBLAgBp2QyV



[1] Siegfried Lämmle und seine Ehefrau Betty emigrierten im September 1938 in die USA. Zuvor hatten sie ihr „Umzugsgut“, darunter die Grafiksammlung, bei der Münchner Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagert. S. dazu und zur Verfolgung Lämmles generell den o.g. Beitrag. S. auch die Literaturangaben in der folgenden Anmerkung.

[2] Das bei der Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagerte Umzugsgut Lämmles wurde im November 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt. S. dazu und zu weiteren Beschlagnahmen bei Lämmle den o.g. Beitrag sowie: Vanessa-Maria Voigt: Die Auflösung der Kunst- und Antiquitätenhandlung Siegfried Lämmle. „Umgruppierung“ des Münchner Kunsthandels im August 1935. In: „Ehem. jüdischer Besitz“. Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus. Bearb. von Henning Rader, Vanessa-Maria Voigt. Ausst.Kat. Münchner Stadtmuseum. München 2018, S. 86–111. – Jan Schleusener, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Hrsg.): Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte (Bayerische Studien zur Museumsgeschichte 3). Berlin 2016, bes. S. 61–63, 163–164. – Anja Heuß: Provenienzforschung an deutschen Museen – der steinige Weg zur „fairen und gerechten Lösung“. In: „Unrecht Gut gedeihet nicht“. „Arisierung“ und Versuche der Wiedergutmachung (Laupheimer Gespräche 2014). Heidelberg 2015, S. 121–145, 199–200, S. 141. – Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–175. – Matthias Weniger: Die Sammlungen Siegfried Lämmle und Ludwig Gerngroß im Bayerischen Nationalmuseum 1938–1953. In: Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste 3). Magdeburg 2005, S. 291–308. – StadtAM, Stadtmuseum Nr. 104, StM/I/70, 1–4 und StM/I/71, Beschlagnahmeprotokolle Siegfried Lämmle, Walter Lämmle.

[3] Graphische Sammlung GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Hz 4370 (Schätzpreis 60 RM, Zuschlagspreis 50 RM). – Buchminiaturen und Handzeichnungen aus älterer und neuerer Zeit. Zwei Münchener Sammlungen und andere Beiträge. Versteigerung Donnerstag, den 9. März, Freitag, den 10. März (Katalog Nr. 19). Aukt.Kat. Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller, München, 9.–10. März 1939, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weinmueller1939_03_09/0017 [17.07.2017], Los-Nr. 31: „Doppelseitige Miniatur. Auf der Vorderseite Wünschelrutengänger, auf der Rückseite zechender Greis und schreibender Vornehmer; im Hintergrunde wieder ein Rutengänger. Deutsch um 1550. 22,5 : 19.“ – Es ist nicht klar, wer die Grafiken in die Weinmüller-Auktion einlieferte, s. zur Weinmüller-Auktion Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–172. – Zu den Grafiken s. auch HA GNM, GNM-Akten K 3803, Restitutionen, Bl. 341–346, Schriftwechsel RA Waldemar Kiessling mit Ernst Günter Troche, GNM, 21.9.1949 (Nr. 4066), 26.9.1949 (ohne Nr.), 28.9.1949 (Nr. 4210), Aktennotiz „Kunstgegenstände Lämmle“, nicht datiert, Aktennotiz „Ergebnis der Recherche“, 26.9.1949.

[4] Der Eintrag ins Zugangsregister der Graphischen Sammlung erfolgte am 14.03.1939.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Hz 4372 1 u. 2
Zugangsregisternr.
ZR 5002 1 u. 2
Material
Aquarell und Farbstift / Tinte, Papier, aquarelliert, laviert, handgeschrieben, Feder
Maße
Höhe 26 cm
Breite 35,7 cm
Sammlung
Graphische Sammlung
Objektuntersuchung
Hz 4372,1 und 2: jeweils Bleistiftbeschriftung auf der Rückseite, unten rechts, "G 1946", letzte Ziffer blau unterstrichen [stammt vermutlich von Lämmle selbst, vgl. HB 25840, SP 6600a bis SP 6603]; Hz 4372,2: zusätzlich Beschriftung in blauem Farbstift, unten rechts, oberhalb der Bleistiftbeschriftung, "290", Bleistiftbeschriftung Rückseite mittig "Jean Paul Kolbe / Nr. 290 Tafel XXXIX" [= Los-Nr. und Abb. der Weinmüller-Auktion]
DatumProvenienz
spätestens 1938Siegfried Lämmle, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
November 1938beschlagnahmt durch Gestapo München[2]
zwischen November 1938 und 09./10.03.1939Verbleib unbekannt
09./10.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben auf der Auktion Weinmüller München (Kunstversteigungshaus Adolf Weinmüller), München, Los-Nr. 290 [3]
14.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Kauf von Germanisches Nationalmuseum[4]

NS-verfolgungsbedingt entzogen

 

Die Grafiksammlung Siegfried Lämmles wurde 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt und Teile davon bei Weinmüller versteigert. Aus der Auktion erwarb das Germanische Nationalmuseum insgesamt sieben Grafiken (Hz 4370, Hz 4372 1 u. 2, SP 6600, SP 6601, SP 6602, SP 6603). Derzeit befindet sich das Germanische Nationalmuseum mit den Erben in Verhandlungen zu einer gütlichen Einigung.

 

Siehe dazu:

Anja Ebert: Siegfried Lämmle – In die Emigration getrieben. In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum 18). Nürnberg 2017, S. 160–179, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.



[1] Siegfried Lämmle und seine Ehefrau Betty emigrierten im September 1938 in die USA. Zuvor hatten sie ihr „Umzugsgut“, darunter die Grafiksammlung, bei der Münchner Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagert. S. dazu und zur Verfolgung Lämmles generell den o.g. Beitrag. S. auch die Literaturangaben in der folgenden Anmerkung.

[2] Das bei der Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagerte Umzugsgut Lämmles wurde im November 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt. S. dazu und zu weiteren Beschlagnahmen bei Lämmle den o.g. Beitrag sowie: Vanessa-Maria Voigt: Die Auflösung der Kunst- und Antiquitätenhandlung Siegfried Lämmle. „Umgruppierung“ des Münchner Kunsthandels im August 1935. In: „Ehem. jüdischer Besitz“. Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus. Bearb. von Henning Rader, Vanessa-Maria Voigt. Ausst.Kat. Münchner Stadtmuseum. München 2018, S. 86–111. – Jan Schleusener, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Hrsg.): Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte (Bayerische Studien zur Museumsgeschichte 3). Berlin 2016, bes. S. 61–63, 163–164. – Anja Heuß: Provenienzforschung an deutschen Museen – der steinige Weg zur „fairen und gerechten Lösung“. In: „Unrecht Gut gedeihet nicht“. „Arisierung“ und Versuche der Wiedergutmachung (Laupheimer Gespräche 2014). Heidelberg 2015, S. 121–145, 199–200, S. 141. – Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–175. – Matthias Weniger: Die Sammlungen Siegfried Lämmle und Ludwig Gerngroß im Bayerischen Nationalmuseum 1938–1953. In: Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste 3). Magdeburg 2005, S. 291–308. – StadtAM, Stadtmuseum Nr. 104, StM/I/70, 1–4 und StM/I/71, Beschlagnahmeprotokolle Siegfried Lämmle, Walter Lämmle.

[3] Graphische Sammlung GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Hz 4372, 1 u. 2 (Schätzpreis 240 RM, Zuschlagspreis 120 RM). – Buchminiaturen und Handzeichnungen aus älterer und neuerer Zeit. Zwei Münchener Sammlungen und andere Beiträge. Versteigerung Donnerstag, den 9. März, Freitag, den 10. März (Katalog Nr. 19). Aukt.Kat. Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller, München, 9.–10. März 1939, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weinmueller1939_03_09/0047 [17.07.2017], Los-Nr. 290: „Zwei Blatt: Dosenentwürfe. In bunten Farben, mit reicher Beschriftung. Sign. u. dat. 25 : 35,5. Weitere Blätter mit Dosenentwürfen befinden sich im German. Mus. Tafel XXXIX“. – Es ist nicht klar, wer die Grafiken in die Weinmüller-Auktion einlieferte, s. zur Weinmüller-Auktion Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–172. – Zu den Grafiken s. auch HA GNM, GNM-Akten K 3803, Restitutionen, Bl. 341–346, Schriftwechsel RA Waldemar Kiessling mit Ernst Günter Troche, GNM, 21.9.1949 (Nr. 4066), 26.9.1949 (ohne Nr.), 28.9.1949 (Nr. 4210), Aktennotiz „Kunstgegenstände Lämmle“, nicht datiert, Aktennotiz „Ergebnis der Recherche“, 26.9.1949.

[4] Der Eintrag ins Zugangsregister der Graphischen Sammlung erfolgte am 14.03.1939.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
SP 6600
Zugangsregisternr.
ZR 5003 1-4
Material
Feder in braun, braun und grau aquarelliert
Maße
Blattmaß Höhe ca. 21,5 cm
Blattmaß Höhe ca. 38,5 cm
Sammlung
Graphische Sammlung
Objektuntersuchung
Beschriftung in blauem Farbstift, auf der Rückseite, unten rechts "372" [!, Los-Nr. der Weinmüller-Auktion war 377], darunter in Lila "A 5724/36", darunter in Bleistift "G 2530", letzte Ziffer mit Bleistift unterstrichen [stammt vermutlich von Lämmle selbst, vgl. HB 25840, Hz 4372, SP 6601a bis SP 6603]
DatumProvenienz
spätestens 1938Siegfried Lämmle, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
November 1938beschlagnahmt durch Gestapo München[2]
zwischen November 1938 und 09./10.03.1939Verbleib unbekannt
09./10.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben auf der Auktion Weinmüller München (Kunstversteigungshaus Adolf Weinmüller), München, Los-Nr. 377 [3]
14.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben von Germanisches Nationalmuseum[4]

NS-verfolgungsbedingt entzogen

 

Die Grafiksammlung Siegfried Lämmles wurde 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt und Teile davon bei Weinmüller versteigert. Aus der Auktion erwarb das Germanische Nationalmuseum insgesamt sieben Grafiken (Hz 4370, Hz 4372 1 u. 2, SP 6600, SP 6601, SP 6602, SP 6603). Derzeit befindet sich das Germanische Nationalmuseum mit den Erben in Verhandlungen zu einer gütlichen Einigung.

 

Siehe dazu:

Anja Ebert: Siegfried Lämmle – In die Emigration getrieben. In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum 18). Nürnberg 2017, S. 160–179, 207, Kat.Nr. 8.9, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.



[1] Siegfried Lämmle und seine Ehefrau Betty emigrierten im September 1938 in die USA. Zuvor hatten sie ihr „Umzugsgut“, darunter die Grafiksammlung, bei der Münchner Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagert. S. dazu und zur Verfolgung Lämmles generell den o.g. Beitrag. S. auch die Literaturangaben in der folgenden Anmerkung.

[2] Das bei der Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagerte Umzugsgut Lämmles wurde im November 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt. S. dazu und zu weiteren Beschlagnahmen bei Lämmle den o.g. Beitrag sowie: Vanessa-Maria Voigt: Die Auflösung der Kunst- und Antiquitätenhandlung Siegfried Lämmle. „Umgruppierung“ des Münchner Kunsthandels im August 1935. In: „Ehem. jüdischer Besitz“. Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus. Bearb. von Henning Rader, Vanessa-Maria Voigt. Ausst.Kat. Münchner Stadtmuseum. München 2018, S. 86–111. – Jan Schleusener, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Hrsg.): Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte (Bayerische Studien zur Museumsgeschichte 3). Berlin 2016, bes. S. 61–63, 163–164. – Anja Heuß: Provenienzforschung an deutschen Museen – der steinige Weg zur „fairen und gerechten Lösung“. In: „Unrecht Gut gedeihet nicht“. „Arisierung“ und Versuche der Wiedergutmachung (Laupheimer Gespräche 2014). Heidelberg 2015, S. 121–145, 199–200, S. 141. – Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–175. – Matthias Weniger: Die Sammlungen Siegfried Lämmle und Ludwig Gerngroß im Bayerischen Nationalmuseum 1938–1953. In: Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste 3). Magdeburg 2005, S. 291–308. – StadtAM, Stadtmuseum Nr. 104, StM/I/70, 1–4 und StM/I/71, Beschlagnahmeprotokolle Siegfried Lämmle, Walter Lämmle.

[3] Graphische Sammlung GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu SP 6600 (Schätzpreis 80 RM, Zuschlagspreis 110 RM). – Buchminiaturen und Handzeichnungen aus älterer und neuerer Zeit. Zwei Münchener Sammlungen und andere Beiträge. Versteigerung Donnerstag, den 9. März, Freitag, den 10. März (Katalog Nr. 19). Aukt.Kat. Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller, München, 9.–10. März 1939, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weinmueller1939_03_09/0057 [17.07.2017], Los-Nr. 377: „Remshard, Carl, 1678 — Augsburg — 1735, Blick auf Perlachturm und Rathaus. Feder, laviert. Sign. 21,5 : 38,5.“ – Es ist nicht klar, wer die Grafiken in die Weinmüller-Auktion einlieferte, s. zur Weinmüller-Auktion Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–172. – Zu den Grafiken s. auch HA GNM, GNM-Akten K 3803, Restitutionen, Bl. 341–346, Schriftwechsel RA Waldemar Kiessling mit Ernst Günter Troche, GNM, 21.9.1949 (Nr. 4066), 26.9.1949 (ohne Nr.), 28.9.1949 (Nr. 4210), Aktennotiz „Kunstgegenstände Lämmle“, nicht datiert, Aktennotiz „Ergebnis der Recherche“, 26.9.1949.

[4] Der Eintrag ins Zugangsregister der Graphischen Sammlung erfolgte am 14.3.1939.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
SP 6601
Zugangsregisternr.
ZR 5003 1-4
Alternativer Titel
Weinmarkt in Augsburg mit Merkurbrunnen und Fuggerhaus
Material
Feder in Braun, braun aquarelliert, Spuren einer Quadrierung mit Graphit
Maße
Blattmaß Höhe ca. 21,5 cm
Blattmaß Breite ca. 38,5 cm
Sammlung
Graphische Sammlung
Objektuntersuchung
Beschriftung in blauem Farbstift, auf der Rückseite, unten rechts, "374" [= Los-Nr. der Weinmüller-Auktion], darunter in Lila "A 5724/33", darunter in Bleistift "G 2531", die letzte Ziffer mit Bleistift unterstrichen [stammt vermutlich von Lämmle selbst, vgl. HB 25840, Hz 4372, SP 6600a bis SP 6603], Bleistiftbeschriftung auf der Rückseite, mittig "Carl, Remshart / K.h. 374 Tafel XXXIII [= Los-Nr. und Abb. der Weinmüller-Auktion]"
DatumProvenienz
spätestens 1938Siegfried Lämmle, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
November 1938beschlagnahmt durch Gestapo München[2]
zwischen November 1938 und 09./10.03.1939Verbleib unbekannt
09./10.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben auf der Auktion Weinmüller München (Kunstversteigungshaus Adolf Weinmüller), München, Los-Nr. 374 [3]
14.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben von Germanisches Nationalmuseum[4]

NS-verfolgungsbedingt entzogen

 

Die Grafiksammlung Siegfried Lämmles wurde 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt und Teile davon bei Weinmüller versteigert. Aus der Auktion erwarb das Germanische Nationalmuseum insgesamt sieben Grafiken (Hz 4370, Hz 4372 1 u. 2, SP 6600, SP 6601, SP 6602, SP 6603). Derzeit befindet sich das Germanische Nationalmuseum mit den Erben in Verhandlungen zu einer gütlichen Einigung.

 

Siehe dazu:

Anja Ebert: Siegfried Lämmle – In die Emigration getrieben. In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum 18). Nürnberg 2017, S. 160–179, 207, Kat.Nr. 8.9, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.

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[1] Siegfried Lämmle und seine Ehefrau Betty emigrierten im September 1938 in die USA. Zuvor hatten sie ihr „Umzugsgut“, darunter die Grafiksammlung, bei der Münchner Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagert. S. dazu und zur Verfolgung Lämmles generell den o.g. Beitrag. S. auch die Literaturangaben in der folgenden Anmerkung.

[2] Das bei der Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagerte Umzugsgut Lämmles wurde im November 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt. S. dazu und zu weiteren Beschlagnahmen bei Lämmle den o.g. Beitrag sowie: Vanessa-Maria Voigt: Die Auflösung der Kunst- und Antiquitätenhandlung Siegfried Lämmle. „Umgruppierung“ des Münchner Kunsthandels im August 1935. In: „Ehem. jüdischer Besitz“. Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus. Bearb. von Henning Rader, Vanessa-Maria Voigt. Ausst.Kat. Münchner Stadtmuseum. München 2018, S. 86–111. – Jan Schleusener, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Hrsg.): Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte (Bayerische Studien zur Museumsgeschichte 3). Berlin 2016, bes. S. 61–63, 163–164. – Anja Heuß: Provenienzforschung an deutschen Museen – der steinige Weg zur „fairen und gerechten Lösung“. In: „Unrecht Gut gedeihet nicht“. „Arisierung“ und Versuche der Wiedergutmachung (Laupheimer Gespräche 2014). Heidelberg 2015, S. 121–145, 199–200, S. 141. – Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–175. – Matthias Weniger: Die Sammlungen Siegfried Lämmle und Ludwig Gerngroß im Bayerischen Nationalmuseum 1938–1953. In: Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste 3). Magdeburg 2005, S. 291–308. – StadtAM, Stadtmuseum Nr. 104, StM/I/70, 1–4 und StM/I/71, Beschlagnahmeprotokolle Siegfried Lämmle, Walter Lämmle.

[3] Graphische Sammlung GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu SP 6601 (Schätzpreis 80 RM, Zuschlagspreis 140 RM). – Buchminiaturen und Handzeichnungen aus älterer und neuerer Zeit. Zwei Münchener Sammlungen und andere Beiträge. Versteigerung Donnerstag, den 9. März, Freitag, den 10. März (Katalog Nr. 19). Aukt.Kat. Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller, München, 9.–10. März 1939, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weinmueller1939_03_09/0057 [17.07.2017], Los-Nr. 374: „Remshard, Carl, 1678 — Augsburg — 1735, Ansicht von Augsburg mit Merkurbrunnen und Fuggerhaus. Feder, laviert. Voll signiert. 21,5 : 38,5. Tafel XXXIII“. – Es ist nicht klar, wer die Grafiken in die Weinmüller-Auktion einlieferte, s. zur Weinmüller-Auktion Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–172. – Zu den Grafiken s. auch HA GNM, GNM-Akten K 3803, Restitutionen, Bl. 341–346, Schriftwechsel RA Waldemar Kiessling mit Ernst Günter Troche, GNM, 21.9.1949 (Nr. 4066), 26.9.1949 (ohne Nr.), 28.9.1949 (Nr. 4210), Aktennotiz „Kunstgegenstände Lämmle“, nicht datiert, Aktennotiz „Ergebnis der Recherche“, 26.9.1949.

[4] Der Eintrag ins Zugangsregister der Graphischen Sammlung erfolgte am 14.03.1939.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
SP 6602
Zugangsregisternr.
ZR 5003 1-4
Alternativer Titel
Blick auf das Monument mit dem Pinienzapfen
Material
Feder in Braun, grau aquarelliert, Spuren einer Quadrierung mit Graphit
Maße
Blattmaß Höhe ca. 21,5 cm
Blattmaß Breite ca. 38,5 cm
Sammlung
Graphische Sammlung
Objektuntersuchung
Beschriftung in blauem Farbstift, auf der Rückseite, unten rechts, "372" [= Los-Nr. der Weinmüller-Auktion], darunter in Lila "A 5724/35", darunter in Bleistift "G 2534", letzte Ziffer mit Bleistift unterstrichen [stammt vermutlich von Lämmle selbst, vgl. HB 25840, Hz 4372, SP 6600a bis SP 6603]
DatumProvenienz
spätestens 1938Siegfried Lämmle, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
November 1938beschlagnahmt durch Gestapo München[2]
zwischen November 1938 und 09./10.03.1939Verbleib unbekannt
09./10.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben auf der Auktion Weinmüller München (Kunstversteigungshaus Adolf Weinmüller), München, Los-Nr. 372 [3]
14.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben von Germanisches Nationalmuseum[4]

NS-verfolgungsbedingt entzogen

 

Die Grafiksammlung Siegfried Lämmles wurde 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt und Teile davon bei Weinmüller versteigert. Aus der Auktion erwarb das Germanische Nationalmuseum insgesamt sieben Grafiken (Hz 4370, Hz 4372 1 u. 2, SP 6600, SP 6601, SP 6602, SP 6603). Derzeit befindet sich das Germanische Nationalmuseum mit den Erben in Verhandlungen zu einer gütlichen Einigung.

 

Siehe dazu:

Anja Ebert: Siegfried Lämmle – In die Emigration getrieben. In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum 18). Nürnberg 2017, S. 160–179, 207, Kat.Nr. 8.9, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.



[1] Siegfried Lämmle und seine Ehefrau Betty emigrierten im September 1938 in die USA. Zuvor hatten sie ihr „Umzugsgut“, darunter die Grafiksammlung, bei der Münchner Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagert. S. dazu und zur Verfolgung Lämmles generell den o.g. Beitrag. S. auch die Literaturangaben in der folgenden Anmerkung.

[2] Das bei der Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagerte Umzugsgut Lämmles wurde im November 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt. S. dazu und zu weiteren Beschlagnahmen bei Lämmle den o.g. Beitrag sowie: Vanessa-Maria Voigt: Die Auflösung der Kunst- und Antiquitätenhandlung Siegfried Lämmle. „Umgruppierung“ des Münchner Kunsthandels im August 1935. In: „Ehem. jüdischer Besitz“. Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus. Bearb. von Henning Rader, Vanessa-Maria Voigt. Ausst.Kat. Münchner Stadtmuseum. München 2018, S. 86–111. – Jan Schleusener, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Hrsg.): Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte (Bayerische Studien zur Museumsgeschichte 3). Berlin 2016, bes. S. 61–63, 163–164. – Anja Heuß: Provenienzforschung an deutschen Museen – der steinige Weg zur „fairen und gerechten Lösung“. In: „Unrecht Gut gedeihet nicht“. „Arisierung“ und Versuche der Wiedergutmachung (Laupheimer Gespräche 2014). Heidelberg 2015, S. 121–145, 199–200, S. 141. – Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–175. – Matthias Weniger: Die Sammlungen Siegfried Lämmle und Ludwig Gerngroß im Bayerischen Nationalmuseum 1938–1953. In: Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste 3). Magdeburg 2005, S. 291–308. – StadtAM, Stadtmuseum Nr. 104, StM/I/70, 1–4 und StM/I/71, Beschlagnahmeprotokolle Siegfried Lämmle, Walter Lämmle.

[3] Graphische Sammlung GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu SP 6602 (Schätzpreis 80 RM, Zuschlagspreis 70 RM). – Buchminiaturen und Handzeichnungen aus älterer und neuerer Zeit. Zwei Münchener Sammlungen und andere Beiträge. Versteigerung Donnerstag, den 9. März, Freitag, den 10. März (Katalog Nr. 19). Aukt.Kat. Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller, München, 9.–10. März 1939, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weinmueller1939_03_09/0056 [17.07.2017], Los-Nr. 372: „Remshard, Carl, 1678 — Augsburg — 1735, Blick auf das Monument mit dem Pinienzapfen. Feder, laviert 21,5 : 38,5. Prachtvolle Ansicht wie die folgenden.“ – Es ist nicht klar, wer die Grafiken in die Weinmüller-Auktion einlieferte, s. zur Weinmüller-Auktion Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–172. – Zu den Grafiken s. auch HA GNM, GNM-Akten K 3803, Restitutionen, Bl. 341–346, Schriftwechsel RA Waldemar Kiessling mit Ernst Günter Troche, GNM, 21.9.1949 (Nr. 4066), 26.9.1949 (ohne Nr.), 28.9.1949 (Nr. 4210), Aktennotiz „Kunstgegenstände Lämmle“, nicht datiert, Aktennotiz „Ergebnis der Recherche“, 26.9.1949.

[4] Der Eintrag ins Zugangsregister der Graphischen Sammlung erfolgte am 14.03.1939.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
SP 6603
Zugangsregisternr.
ZR 5003 1-4
Alternativer Titel
Platz in Augsburg
Material
Feder in braun, braun und grau aquarelliert
Maße
Blattmaß Höhe ca. 21,5 cm
Blattmaß Breite ca. 38,5 cm
Sammlung
Graphische Sammlung
Objektuntersuchung
Beschriftung in blauem Farbstift, auf der Rückseite, unten rechts, "378" [= Los-Nr. der Weinmüller-Auktion], darunter in Lila "A 5724/32", darunter in Bleistift "G 2529", letzte Ziffer mit Bleistift unterstrichen [stammt vermutlich von Lämmle selbst, vgl. HB 25840, Hz 4372, SP 6600a bis SP 6602]
DatumProvenienz
spätestens 1938Siegfried Lämmle, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
November 1938beschlagnahmt durch Gestapo München[2]
zwischen November 1938 und 09./10.03.1939Verbleib unbekannt
09./10.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben auf der Auktion Weinmüller München (Kunstversteigungshaus Adolf Weinmüller), München, Los-Nr. 378 [3]
14.03.1939Germanisches Nationalmuseum, erworben von Germanisches Nationalmuseum[4]

NS-verfolgungsbedingt entzogen

 

Die Grafiksammlung Siegfried Lämmles wurde 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt und Teile davon bei Weinmüller versteigert. Aus der Auktion erwarb das Germanische Nationalmuseum insgesamt sieben Grafiken (Hz 4370, Hz 4372 1 u. 2, SP 6600, SP 6601, SP 6602, SP 6603). Derzeit befindet sich das Germanische Nationalmuseum mit den Erben in Verhandlungen zu einer gütlichen Einigung.

 

Siehe dazu:

Anja Ebert: Siegfried Lämmle – In die Emigration getrieben. In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum 18). Nürnberg 2017, S. 160–179, 207, Kat.Nr. 8.9, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.



[1] Siegfried Lämmle und seine Ehefrau Betty emigrierten im September 1938 in die USA. Zuvor hatten sie ihr „Umzugsgut“, darunter die Grafiksammlung, bei der Münchner Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagert. S. dazu und zur Verfolgung Lämmles generell den o.g. Beitrag. S. auch die Literaturangaben in der folgenden Anmerkung.

[2] Das bei der Speditionsfirma A. Frank & Söhne eingelagerte Umzugsgut Lämmles wurde im November 1938 von der Gestapo München beschlagnahmt. S. dazu und zu weiteren Beschlagnahmen bei Lämmle den o.g. Beitrag sowie: Vanessa-Maria Voigt: Die Auflösung der Kunst- und Antiquitätenhandlung Siegfried Lämmle. „Umgruppierung“ des Münchner Kunsthandels im August 1935. In: „Ehem. jüdischer Besitz“. Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus. Bearb. von Henning Rader, Vanessa-Maria Voigt. Ausst.Kat. Münchner Stadtmuseum. München 2018, S. 86–111. – Jan Schleusener, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern (Hrsg.): Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachgeschichte (Bayerische Studien zur Museumsgeschichte 3). Berlin 2016, bes. S. 61–63, 163–164. – Anja Heuß: Provenienzforschung an deutschen Museen – der steinige Weg zur „fairen und gerechten Lösung“. In: „Unrecht Gut gedeihet nicht“. „Arisierung“ und Versuche der Wiedergutmachung (Laupheimer Gespräche 2014). Heidelberg 2015, S. 121–145, 199–200, S. 141. – Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–175. – Matthias Weniger: Die Sammlungen Siegfried Lämmle und Ludwig Gerngroß im Bayerischen Nationalmuseum 1938–1953. In: Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste 3). Magdeburg 2005, S. 291–308. – StadtAM, Stadtmuseum Nr. 104, StM/I/70, 1–4 und StM/I/71, Beschlagnahmeprotokolle Siegfried Lämmle, Walter Lämmle.

[3] Graphische Sammlung GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu SP 6603 (Schätzpreis 50 RM, Zuschlagspreis 90 RM). – Buchminiaturen und Handzeichnungen aus älterer und neuerer Zeit. Zwei Münchener Sammlungen und andere Beiträge. Versteigerung Donnerstag, den 9. März, Freitag, den 10. März (Katalog Nr. 19). Aukt.Kat. Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller, München, 9.–10. März 1939, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weinmueller1939_03_09/0057 [17.07.2017], Los-Nr. 378: „Remshard, Carl, 1678 — Augsburg — 1735, Straße in Augsburg. Ausführlich sign. 21,5 :38,5.“ – Es ist nicht klar, wer die Grafiken in die Weinmüller-Auktion einlieferte, s. zur Weinmüller-Auktion Meike Hopp: Kunsthandel im Nationalsozialismus. Adolf Weinmüller in München und Wien. Köln, Weimar, Wien 2012, S. 169–172. – Zu den Grafiken s. auch HA GNM, GNM-Akten K 3803, Restitutionen, Bl. 341–346, Schriftwechsel RA Waldemar Kiessling mit Ernst Günter Troche, GNM, 21.9.1949 (Nr. 4066), 26.9.1949 (ohne Nr.), 28.9.1949 (Nr. 4210), Aktennotiz „Kunstgegenstände Lämmle“, nicht datiert, Aktennotiz „Ergebnis der Recherche“, 26.9.1949.

[4] Der Eintrag ins Zugangsregister der Graphischen Sammlung erfolgte am 14.03.1939.

Bearbeitung
AE