Fettbüchse, 1693 (BA 1338)

Fettbüchse, 1693 (BA 1338)
Inv.Nr.
BA 1338
Zugangsregisternr.
ZR 1935/13
Alternativer Titel
Schäferdose aus Bein, H. G. K. T.
Material
Bein, Messing
Maße
Höhe 12 cm
Sammlung
Volkskunde
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
19.02.1935Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Kauf von Willi Wilbrand[1]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Die Fettbüchse wurde 1935 vom Sammler Willi Wilbrand aus Darmstadt für 50 RM erworben. Sie zeigt einen Schäfer mit Dudelsack, begleitet von Hund und Schafen und trägt auf dem Deckel die Inschrift „H. G. K. T. 1693“. Das Museum tätigte bei Wilbrand mehrfach Erwerbungen (W 3004W 3045, W 3046, W 3047,W 3154, HG 9230 mit Ph.M. 3685).

Beim Angebot an das Museum bemerkte Wilbrand, dass die Büchse aus Thüringen stamme und ihn selbst ebenfalls 50 RM gekostet habe.

Ein möglicherweise ähnliches Stück war im Juli 1934 bei Hugo Helbing in Frankfurt versteigert worden: „Deckelgefäss, Pulverhorn (?) Bein. Graviert mit Bauer, Tieren und Ranken, datiert 1693. — H. 12,5 cm. Nordisch, um 1693.“[2]

Der Nachlass Wilbrands mit umfangreichen Unterlagen zu seiner Sammlung befindet sich heute im Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt.[3] Zur Fettbüchse fanden sich dort keine Unterlagen.



[1] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu BA 1338 (Kaufpreis 50 RM). – HA GNM, GNM-Akten, K 126, Ankaufsakten 1934, Wilbrand an Zimmermann, 12.12.1934 (Nr. 7318); GNM-Akten K 128, Ankaufsakten 1935, Wilbrand an Zimmermann, GNM, 3.1.1935 (Nr. 77/5); GNM-Akten K 3141, Hauptmuseumsfonds Ausgabebelege 1934, Beleg Nr. 232/49, Schriftwechsel Wilbrand mit Zimmermann, GNM, 30.12.1934 (Nr. 5), 2.1.1935 (Nr. 5, rückseitig).

[2] Asiatische und ostasiatische Kunst – aus Nachlaß Professor Richard Wilhelm, aus Frankfurter und Rheinischem Privatbesitz. Europäische Kunst – aus der Sammlung eines süddeutschen Fürstenhauses, Frankenthaler Porzellane der Sammlung A. L., Berlin, Frankfurter und anderer Besitz (Katalog Nr. 41). Aukt.Kat. Hugo Helbing, Frankfurt, 3.–5. Juli 1934, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/helbing1934_07_03/0036 [7.8.2018], Losnr. 556. – Der Preisbericht in der Weltkunst führt die Losnummer 556 nicht auf (Weltkunst VIII, Nr. 30, 29.7.1934, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weltkunst1934/0033 [7.8.2018]; Weltkunst VIII, Nr. 31, 5.8.1934, URL: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/weltkunst1934/0034 [7.8.2018]).

[3] Hessisches StA Darmstadt, NL Willi Wilbrand, O 13.

Bearbeitung
AE