Volckamer, Guido von

Namensvarianten
Volckamer von Kirchensittenbach, Guido Friedrich Christoph Jobst
Geburtsdaten
04.02.1860, Passau
Sterbedaten
01.12.1940, München
Adresse
München
Inv.Nr.
Gm 1435
Zugangsregisternr.
ZR 1944/109
Material
Pastell auf Pergament
Maße
Höhe 37,8 cm
Breite 30,5 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf einem Rückseitenschutz aus Pappe befindet sich ein aufgeklebtes Papier mit biographischen Angaben zur Dargestellten sowie dem Vermerk „erhalten am 17. Februar des Kriegsjahres 1917“. Das Papier trägt unten links einen runden Stempel mit umlaufender Schrift: „Guido v Volckamer – Kirchensittenbach Muenchen“, darin ein Wappen und die Jahreszahl „1914“ sowie einen weißen, rechteckigen Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
17.02.1917Guido von Volckamer, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Das Gemälde trägt auf der Rückseite einen Vermerk, Guido von Volckamer habe es „erhalten am 17. Februar des Kriegsjahres 1917“. Der Vorbesitzer ist nicht bekannt, im Tagebuch Volckamers zum Jahr 1917 ist die Erwerbung des Gemäldes nicht vermerkt.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1435. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemeinHorst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1436
Zugangsregisternr.
ZR 1944/110
Künstler (frühere Zuschreibung)
Kamereith, W. Ch.
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 43,5 cm
Breite 32,7 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Rückseittig, unten links am Keilrahmen (in der Schrift Guido von Volckamers) „gemalt von W. Ch. Kamereith / 1785“, unten rechts „Angekauft bei Däschler in München / am 12. April 1917 – Preis 100 Mk / Guido von Volckamer“. Rückseitig, auf dem Zierrahmen, dem Keilrahmen und der Leinwand insgesamt 7mal runder Stempel mit umlaufender Schrift: "Guido von Volckamer'sche Familien-Sammlung München", darin vier Wappen und die Jahreszahl "1913" sowie mittig unten auf Keilrahmen weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
12.04.1917Guido von Volckamer, München, erworben von Daeschler (Ludwig Daeschler Antiquitätenhandlung), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

In seinem Tagebuch verzeichnete Volckamer unter dem 12. April 1917, er habe „ein altes Oelporträtbild in Goldrahmen vom Jahr 1785“, darstellend „Christopherus Carolus Fridericus / Volckamer de Kirchensittenbach“ bei Ludwig Daeschler in München erworben.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1917, S. 23 (Kaufpreis 100 M). – Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1436. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1437
Zugangsregisternr.
ZR 1944/112
Material
Malerei auf Lindenholz (Tilia sp.)
Maße
Höhe 39,3 cm
Breite 30 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Rückseitig Klebezettel in der Hs. Guido von Volckamers: "Gegenwärtiges Porträt ist ein Original-Gemälde von Ao 1520, vermutlich von einem Schüler Albrecht Dürers. Es war lange Zeit im Besitz des Freiherrn von Löffelholz u. wurde im Mai 1891 von dem k. österr. Hauptmann Carl Freiherr von Löffelholz käuflich erworben. - Mit dem Künstler Zeichen IZ [ligiert] unter der Jahreszahl 1520, das Porträt stellt den 23 Jahr alten Stammvater des Gesamt-Geschlechts der v. Volckamer, nämlich den Georg Volckamer geb. 1497, vor. Er war anfänglich Assessor u. Schöpf am "Stadt- und Ehe" Gericht, 1536 Senator, 1544 alter Bürgermeister, 1548 Septemvir, 1522 Triumvir. Er starb 1554 d. 29. Septem u. liegt in St. Sebald begraben. Ao 1529 d. 29. Juli vermählte er sich mit Catharina Nüzlin. - Wert 4500 Mark. Guido von Volckamer.", darüber mit schwarzer Farbe "Von Loeffelholz", ebenfalls darüber großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen. Unten links weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
spätestens Mai 1891Carl Löffelholz von Kolberg, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
Mai 1981Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Carl Löffelholz von Kolberg, München [2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Gemälde 1891 aus dem Besitz des kaiserlich österreichischen Hauptmanns Freiherr Carl Löffelholz von Kolberg.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Kurt Löcher: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums). Ostfildern-Ruit 1998, S. 89–91.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1437. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1438
Zugangsregisternr.
ZR 1944/113
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 48 cm
Breite 78 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Rückseitig auf Leinwand in schwarz "Nürnberg gemalt von Keller. / Guido von Volckamer'sche Sammlung". Auf dem Keilrahmen 3mal runder Stempel mit umlaufender Schrift: "Guido von Volckamer'sche Familien-Sammlung München", darin vier Wappen und die Jahreszahl "1913" sowie 2mal rechteckiger Stempel mit Umrandung und Schrift: „Guido von Volckamer / Kirchensittenbach / München-Gern / * ……..19 …* / Klugst. 51 * Tel. 4974“. Unten links weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
18.05.1918Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Clara von Volckamer, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Im Tagebuch Volckamers ist der Ankauf des Gemäldes von seiner Schwester Clara am 18. Mai 1918 verzeichnet: „Für ein Ölgemälde in der Größe 48 x 78 cm von Kunstmaler Keller die Totalansicht von Nürnberg vom früheren Kressengarten aus aufgenommen in Morgenaufbruch-Stimmung“. Am 4. Juli 1918 erwarb Volckamer einen neuen Rahmen für das Gemälde, es wird hier bezeichnet: „Gesamtansicht von Nürnberg 1830 – gemalt von Keller 1889“.[3]



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1918, S. 36 (Kaufpreis 40 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1438. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[3] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1918, S. 47.

Bearbeitung
TS (Text und Recherche)
JW (Recherche)
Inv.Nr.
Pl.O. 2841
Zugangsregisternr.
ZR 1944/118
Alternativer Titel
Bildnis der Maria Magdalena Anna von Haller, geb. Volckamer (1744-1828)
Material
Lindenholz, bemalt; Rahmen: Messing, bemalt
Maße
Höhe 13,4 cm
Breite 11,2 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
rückseitige Beschriftung in Tinte: „160,4 / Frau / Oberst v. Haller / geborene v. Volkamer [sic] / erhalten von den Erben / meiner guten ietzt Seligen / Frei Fräulein v. Kress / [in anderer Handschrift:] Maria Magdalena Anna geb. 1744 am 5. August / gestorb. 1828 den 28. November / Meinem lieben Vetter Guido / zur Einverleibung in seine / Familien Sammlung. / 9/VI 1897 Hans v. Volckamer“; daneben oben links weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
vor 1897Freifrau [...] Kreß von Kressenstein, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
zwischen vor 1897 und spätestens 09.06.1897Verbleib unbekannt
spätestens 09.06.1897Hans von Volckamer, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [2]
09.06.1897Guido von Volckamer, München, erworben von Hans von Volckamer[3]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[4]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Aus einer der rückseitigen Beschriftungen (s. Objektuntersuchung), deren Urheber unbekannt ist, geht hervor, dass der Vorbesitzer das Bildnis von den Erben einer Freifrau von Kreß erhalten habe. 1897 schenkte Hans von Volckamer das Bildnis seinem Vetter Guido von Volckamer. Bei Hans handelt es sich vermutlich um den 1872 geborenen und 1927 verstorbenen Urenkel von Jakob von Volckamer (1757–1814). Jakob war der Bruder von Guidos Urgroßvater Friedrich von Volckamer (1759–1827).[5] Wie das Porträt in den Besitz von Hans gelangte, ließ sich nicht klären, ebenso, um wen es sich bei dem rückseitig erwähnten „Frei Fräulein v. Kress“ handelt. Die Dargestellte war die Tochter von Jakob Gottlieb Rudolph von Volckamer (1710–1780) und Maria Anna von Peller und seit 1769 verheiratet mit Johann Georg von Haller (1723–1806).[6] Es bestanden verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Volckamers und Kreß von Kressensteins. Plausibel erscheint insbesondere eine Herkunft aus der Familie der Schwester der Dargestellten, Anna Maria von Volckamer (1757–1801), die seit 1782 mit Christoph Gottlieb Sigmund Kreß von Kressenstein (1757–1838) verheiratet war.

Auf der „Historischen Ausstellung der Stadt Nürnberg“ von 1906 war das Porträt als Eigentum Guido von Volckamers ausgestellt.[7]



[1] Laut rückseitiger Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Laut rückseitiger Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[3] Laut rückseitiger Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[4] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 2841. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[5] S. hierzu und zum Folgenden Genealogisches Handbuch der zur Zeit lebenden raths- und gerichtsfähigen Familien der vormaligen Reichsstadt Nürnberg, 9 Bde. Nürnberg 1800–1900.

[6] S. hierzu und zum Folgenden HA GNM, NL Guido von Volckamer 91, Verzeichnis zu dem … Familien-Archiv … Volckamer (weibliche Descendenz), 1910, S. 22, 102–103.

[7] Katalog der Historischen Ausstellung der Stadt Nürnberg auf der Jubiläums-Landes-Ausstellung Nürnberg 1906. Ausst.Kat. Stadt Nürnberg. Nürnberg 1906, S. 233, Kat.Nr. 978.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Gm 1440
Zugangsregisternr.
ZR 1944/115
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 60,7 cm
Breite 45,5 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
auf Rückseite, auf der Leinwand in Schwarz: "Hanns Joachim Haller /v. Hallerstein/ nat: 6. Nov. a. 1729 / piet. d. 15. Juny a. 1754/ I.E.Ihle", unten links am Keilrahmen weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München ein „Ölporträt des Hans Joachim Haller von Hallerstein“, das in den Maßen mit denen von Gm 1440 übereinstimmt.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 5 (Unterstreichung im Original): „Ölporträt des Hans Joachim Haller von Hallerstein. Nat: d. 6 Nov: a 1729 pict. d. 18 Juny: a 1754 – I. E. Ihle – in Größe 45 x 60 cm in alten Rahmen mit Goldleiste. Rückseitig signiert mit der hier untenstehenden Schrift. – Hans Joachim Haller war Adjunkt [?] im Unschlitt Amt zu Nbg, u. vermählte sich am 18. Juni 1754 mit Maria Magdalena Kress von Kressenstein, am Tage seiner Vermählung ließ er sich von Ihle malen. Er starb 1. April 1768.“ (Kaufpreis 85 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1440. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Pl.O. 2838
Zugangsregisternr.
ZR 1944/101
Material
Wachs, farbig gefasst, auf Zinnplatte, Silberfolie, Glas, Messingdraht
Maße
Höhe 43,5 cm
Breite 35 cm
Höhe Holzrahmen 50,5 cm
Breite Holzrahmen 41,3 cm
Sammlung
Skulptur bis 1800
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite Beschriftung in Tinte „Guido von Volckamer‘sche Familien Sammlung. München-Gern.“ Darunter untereinander zwei weiße, rechteckige, aufgeklebte Zettel: [Zettel oben] „Meinen Verehrtesten [?] und / dem K.L. Herrn Ober Postamt [?] / von Scheuerl / und dessen ausgezeichnet hoffnungsvollen / zum gütigen Andenken gewidmet. / Nürnberg am 15. Oktober / Losung ; [links daneben:] Genaue Abschrift / was auf einem Pa/pier noch zu lesen / war. / Nürnberg 1911. JEHm Saueracker“. [Zettel unten, in der Schrift Guido von Volckamers] „Unter dem Wachsbosser ist ein Zettel eingeklebt mit folgender / Inschrift: Von Freiherrn Eberhard von Scheurl-Defersdorf bekam / ich dies Wachstableau zur gütigen Herrichtung; es waren wieder mehrere / Teile abgefallen; ich suchte dies so sauber (?) wie möglich zu machen. Leider ist / der Zustand dieses Tableau durch die ? [unleserlich wegen Riss im Holz] Wiederherstellung / ? einige recht verständniß- und schonungslos gemacht waren ein bedauer-/licher [?]; am besten sind die 7 Köpfe noch ?, vieles ist mit Leim angesetzt [?]. / Nürnberg, Sylvester, 1910. J.E.Hm. Saueracker. / Das Wachsbosser war bei der großen Nürnberger Ausstellung 1906 ausgestellt. / Siehe Katalog der Historischen Ausstellung, Nürnberg, 1906, No. 981. / Siehe auch Nürnbergs Bürger Häuser und Ihre Ausstattung. Lief[erung] 3/4, / Pag. 191 ist die Abbildung des Wachsbossers. Lief[erung] 5/6 Pag. 194/95 die / Beschreibung des Wachsbossers. Guido von Volckamer, / 18.IV.1917“. Darunter mittig großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: „Guido v. Volkamer auf Kirchensittenbach München“, darin ein Wappen; rechts und links davon je ein runder Stempel mit umlaufender Schrift: „Guido v Volckamer – Kirchensittenbach München“, darin ein Wappen und die Jahreszahl „1914“. In der linken unteren Ecke weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [!], daneben zweimal ein rechteckiger Stempel mit Umrandung und Schrift: „Guido von Volckamer / Kirchsittenbach / München-Gern / * ……..19 …* /Klugst. 51 * Tel. 4974“.
DatumProvenienz
spätestens 18.04.1917, vermutlich bereits 1906Eberhard Scheurl von Defersdorf, Nürnberg, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
18.04.1917Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Eberhard Scheurl von Defersdorf, Nürnberg [2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Von mindestens 1906 bis 1917 befand sich das Objekt im Eigentum der Freiherrn von Scheurl: 1906 ist es mit der Eigentümerangabe „Freiherr. von Scheurlsche Familie“ im Katalog der Historischen Ausstellung der Stadt Nürnberg verzeichnet; laut rückseitiger Beschriftung ließ Eberhard von Scheurl das Objekt 1910 von J.E.Hm. Saueracker „herrichten“. 1917 erwarb es Guido von Volckamer für 3.500 RM von Eberhard Freiherr Scheurl von Defersdorf, wie er in einem Tagebucheintrag vermerkte. Auch die rückseitige Beschriftung von der Hand Guido von Volckamers (s. bei Objektuntersuchung) ist 1917 datiert. Die beiden rückseitigen Stempel Volckamers mit den Daten 1913 beziehungsweise 1914 verwendete Volckamer auch nach diesen Daten noch. Laut weiteren Tagebuchaufzeichnungen ließ Volckamer 1923 und 1924 am Relief Vergolderarbeiten und Arbeiten am Rahmen vornehmen. Ans Haus kam das Relief 1941 mit der Sammlung Volckamer, die erst 1944 im Zugangsregister erfasst wurde.



[1] Katalog der Historischen Ausstellung der Stadt Nürnberg auf der Jubiläums-Landes-Ausstellung Nürnberg 1906. Ausst.Kat. Stadt Nürnberg. Nürnberg 1906., S. 234, Kat.Nr. 981, Eigentümerangabe „Freiherr. von Scheurlsche Familie“.
[2] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1917, S. 23/24: „18. [April 1917] / Von Herrn Eberhard Freiherr Scheurl von Defersdorf das im Freiherrl. von Scheurl’schen Familienbesitz befindliche Wachsbosse zur Erinnerung an den Bau des neuen Rathauses in Nürnberg von Georg Holdermann vom Jahre 1626 – in der Mitte die Medaillonbildnisse der damaligen Septemvirn: 1. Georg Volckamer im Alter von 65 Jahren / 2. Andreas Imhoff im Alter von 57 [!] Jahren / 3. Hans Jakob Pömer im Alter von 57 Jahren / 4. Christoph Fürer im Alter von 47 Jahren / 5. Sigmund Gabriel Holzschuher im Alter von 51 Jahren / 6. Ulrich Grundherr im Alter von 51 Jahren / 7. Georg Paumgärtner im Alter von 53 (?) Jahren / In den vier Ecken die liegenden Figuren der vier Weltreiche als Reminiszenzen an die entsprechenden Figuren über den Portalen vom Rathaus; zu den Seiten durch Muschelmark [?] mit jenen verbunden je zwei allegorische Frauengestalten (Kraft, Weisheit, Fleiß, Liebe) Ganz oben die Rathausfassade. Fein ausgeführte Arbeit mit Anwendung [?] von Farben. Viele Teile gesprungen und zusammengeklebt jedoch ohne Störung der Gesamtwirkung. Um den Preis von 3500 Mk käuflich erworben. Der Kaufvertrag wurde durch Aushändigung von 3 Wertpapieren: 2000 Mk 4% Vereinsbank in Nürnberg Lit. E S. XXXIX No. 026512 Zins Januar u. Juli / 1000 Mk 4 % Bayerische Vereinsbank Lit. B Ser 69 No. 135404 Zins Mai u. November Januar u. Juli / 500 Mk 4% Bayerische Hypotheken und Wechselbank Lit. RR S. VI No. 022642 Zins Mai und November sofort vollzogen. Beleg 32 / [dahinter geschweifte Klammer] 3500“. – Spätere Tagebucheinträge beziehen sich u.a. auf Restaurierungsarbeiten am Relief: HA GNM, NL Guido von Volckamer 34d, Tagebuch 1923, S. 7 (Tagesaufzeichnungen): „14. [Februar 1923] […] die Medaillons des Holdermann‘schen Wachsbosses vom Nbg.er Rathaus 1625 aufgenommen“; HA GNM, NL Guido von Volckamer 34a, Tagebuch 1924, S. 23 (Ausgaben): „4. [Juli 1924] die Rahmen des Scheuerl’schen Wach[!]bosser‘s durchsägen[?] laßen, [unleserlich] Neueinrahmung -70 [Pfennig] […] / 24. [Juli 1924] Karl Grünewald. Vergolderei – [unleserlich] 14 – Beleg 44 / 1 Rahmen ächt vergoldet – [unleserlich] verziert – vergoldet.[?] Wellenstäbe – einen schwarz – mit Glas – für das Wachsbosser von Holdermann [dahinter geschweifte Klammer] 42 [Mark]; HA GNM, NL Guido von Volckamer 34a, Tagebuch 1924, S. 23 (Tagesaufzeichnungen): „26. [Juli 1924] Vorm. das Wachsbosser von Holdermann gekittet u. die Rahmen neu im Arbeitszimmer aufgemacht. […] / 27. [Juli 1924] Vorm. das Wachsbosser von Holdermann in die neue Rahmen gemacht“; HA GNM, NL Guido von Volckamer 34b, Tagebuch 1927, S. 6 (Ausgaben): „11. Juni [1927] Franz Kaufmann – Beleg 31. / Für eine Aufnahme im Haus 24/30 – Wachsbosser zur Erinnerung an den Bau des Nürnberger Rathauses Anno 1618 von G. Holdermann mit den Medaillon Bildnissen des damaligen Septemvirats – einschließlich 4 Copien [dahinter geschweifte Klammer] 20 [Mark]“. – S. auch das Exemplar von Fritz Traugott Schulz: Nürnbergs Bürgerhäuser und ihre Ausstattung. Wien 1909–1933., Bd. 1, S. 191, 194–195 der GNM-Bibliothek, das ebenfalls aus der Norica-Sammlung Volckamers stammt: Bei der Abbildung des Reliefs hat Volckamer handschriftlich vermerkt: „im Besitze des Guido von Volckamer in München-Gern.“ Der Eintrag ist nicht datiert.
[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.O. 2838. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559., hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1944 im Zugangsbuch verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.
Bearbeitung
AE (Text und Recherche)
TS (Recherche)
JW (Recherche)
Inv.Nr.
Ke 1749
Inv.Nr. (alt)
HG 9897
Zugangsregisternr.
ZR 1944/19
Alternativer Titel
Fayenceteller
Material
Nürnberger Fayence, heller, gelblicher Scherben, hellblaue Glasur, blau bemalt
Maße
Höhe 2,7 cm
Durchmesser 24,6 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite rechteckiger Aufkleber mit blauer Umrandung, mit Hs. Guido von Volckamer: "Von Grosstante Leers an Weihnachten 1893 zum Geschenk erhalten. Aehnliche sind in Schloss Kirchensittenbach." und ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
Weihnachten 1893Guido von Volckamer, München, erworben durch Schenkung von Wihelmine Leers[1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut einer rückseitigen Beschriftung von der Hand Guido von Volckamers hatte dieser den Teller Weihnachten 1893 als Geschenk seiner Großtante Wilhelmine Leers, eine geborene von Volckamer, erhalten. Die rückseitige Beschriftung verweist außerdem auf ähnliche Teller in Schloss Kirchensittenbach.

Das ursprünglich im Besitz der erloschenen Nürnberger Patrizierfamilie Tetzel stehende Anwesen Schloss Kirchensittenbach wird seit 1709 Rahmen der Tetzelschen Familienstiftung gemeinsam von der Familie Volckamer und je einer weiteren Nürnberger Patrizierfamilie verwaltet (nacheinander Pfinzing von 1729 bis 1764, Behaim von 1765 bis 1942, Stromer von Reichenbach seit 1942), wobei das Administratorenamt im Wechsel den beiden Familien zufällt.[3] Von 1918 bis 1929 oblag das Administratorenamt Paul von Volckamer (18541929), dem Vetter von Guido; Guido selbst war seit 1923 als stellvertretender Administrator eingesetzt. Er hielt sich regelmäßig in Kirchensittenbach auf, wie aus seinen Tagebüchern hervorgeht.



[1] Laut rückseitiger Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1749, HG 9897. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. – S. dazu auch Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Geschichte und Erzeugnisse einer Manufaktur in der Reichsstadt. Bestandskatalog des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 2017, Kat.Nr. 287.

[3] Gerhard Seibold: 400 Jahre Nürnberger Stiftungsgeschichte am Beispiel der Jobst Friedrich von Tetzel'schen und der Johann Carl von Schlüsselfelder'schen Stiftung. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 95, 2008, S. 163242.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
HG 9917
Zugangsregisternr.
ZR 1944/39
Material
Zinn
Maße
Höhe 23,5 cm
Durchmesser Boden 12 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
Auf Unterseite weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic] sowie ein kleiner hellblauer Aufkleber mit abgerundeten Ecken (ähnlich wie bei HG 9927); Resre eines weiteren Aufklebers
DatumProvenienz
24./29.09.1931Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Gebhardt Antiquitäten, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Die Zinnflasche lässt sich bereits vor 1933 im Eigentum Guido von Volckamers nachweisen. Laut Tagebucheintrag erwarb er am 24./29. September 1931 beim Münchner Antiquitätengeschäft Gebhardt, zusammen mit zwei Keramikkrügen (einer davon Ke 438), eine sechseckige Zinnflasche mit „6 Frauenbildnisse[n] als Sinnbilder: Gerechtigkeit, Eitelkeit etc., bezeichnet mit MP 1656 u. VP, Höhe 25 ½ cm“ für 55 RM. Die Beschreibung stimmt bis auf die leicht abweichenden Maßangaben mit HG 9917 überein.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1931, unpaginiert: „24./29. [September 1931] – Per Überweisungsscheck – Beleg 105 – Clara Carl [Carl gestrichen] Gebhardt – Antiquitätengeschäft. […] Zinnflasche – Sechseckig – 6 Frauenbildnisse als Sinnbilder: Gerechtigkeit, Eitelkeit etc. bezeichnet mit MP 1656 u. VP, Höhe 25 ½ cm 55 M [...]“ (Kaufpreis 55 RM).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9917. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Ke 438
Inv.Nr. (alt)
HG 9904
Zugangsregisternr.
ZR 1944/26
Material
Fayence, Zinn
Maße
Höhe 35,3 cm
Durchmesser unten 12,4 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
im Deckel, weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]; Reste eines weißen Aufklebers
DatumProvenienz
24./29.09.1931Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Gebhardt Antiquitäten, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Der Enghalskrug lässt sich bereits vor 1933 im Eigentum Guido von Volckamers nachweisen. Laut Tagebucheintrag erwarb er am 24./29. September 1931 beim Münchner Antiquitätengeschäft Gebhardt, zusammen mit einem weiteren Keramikkrug sowie dem Zinnkrug HG 9917, einen „[g]roße[n] Enghalskrug, sog. Winzererkrug – signiert HM 1720 – Hanau – In einer Kartusche: Winzerer Werkzeug mit IM 1720 – blaue u. manganfarb. Dekor – Höhe des Kruges 36 cm“ für 100 RM. Die Beschreibung stimmt mit Ke 438 überein.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1931, unpaginiert: „24./29. [September 1931] – Per Überweisungsscheck – Beleg 105 – Clara Carl [Carl gestrichen] Gebhardt – Antiquitätengeschäft. Großer Enghalskrug sog. Winzererkrug – signiert HM 1720 – Hanau – In einer Kartusche: Winzerer Werkzeug mit IM 1720 – blaue u. manganfarb. Dekor – Höhe des Kruges 36 cm 100 M. [...]“ (Kaufpreis 100 RM).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 438, HG 9904. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Pl.K. 1606
Zugangsregisternr.
ZR 1944/166
Alternativer Titel
Galvanoplastischer Nachguss eines Trinkgefäßes
Künstler (frühere Zuschreibung)
Original: Monogrammist HV (Meister Hans Ulrich oder Hans Uten 1608/09)
Material
Silber, vergoldet; Goldschmiedearbeit (Original)
Sammlung
Skulptur bis 1800
Objektuntersuchung
Inschrift auf Rückseite des Schildes: "Nachbildung der silbernen Tetzel-Katze, aus dem Besitze des Nürnberg’schen Kriegsrates Johann Jakob Tetzel von Kirchensittenbach, Vorra & Artelshofen 1595-1646. Seinerzeit als Willkommenpokal des Schlosses Artelshofen verwendet, welcher zuletzt im Besitze der Jobst Friedrich von Tetzel’schen Familienstiftung in Nürnberg war und im Juni 1910 veräußert wurde. Zum Gedächtnis an das Original gestiftet von Guido von Volckamer. Kirchensittenbach Anno 1913."; Unterseite des Fußes: Stiftermedaille, sign. von K. Goetz, München, Inschrift: "Guido und Antonie von Volckamer Kirchensittenbach"
DatumProvenienz
1913Guido von Volckamer, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut Inschrift auf der Rückseite des Schildes, welches die Katze hält, wurde die galvanoplastische Nachbildung der Tetzelkatze 1913 von Guido von Volckamer gestiftet. Sie dürfte sich daher seitdem in seinem Besitz befunden haben.

Die Stiftung des Nachgusses erfolgte anlässlich des Verkaufs des Originals, das zum Eigentum der Tetzelschen Familienstiftung gehört hatte. Es war von Guido von Volckamer, damals Adjunkt der Tetzel-Stiftung, 1910 an die Frankfurter Antiquitätenhandlung J. & S. Goldschmidt und von dieser an den Berliner Bankier Eugen Gutmann (Dresden 1840–1925 München) veräußert worden, vermutlich da sich die Tetzelsche Familienstiftung damals in finanziellen Schwierigkeiten befand.[3]



[1] Laut rückseitiger Inschrift, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Pl.K. 1606. – HA GNM, GNM-Akten K 133, Ankaufsakten 1940/41, Schriftwechsel Klara von Volckamer mit Kohlhaußen, GNM, 24.4.1941 (Nr. 1137), 14.4.1941 (Nr. 1167). – Schätze deutscher Goldschmiedekunst von 1500 bis 1920 aus dem Germanischen Nationalmuseum. Bearb. von Klaus Pechstein, Claudia Siegel-Weiß. Ausst.Kat. Stadtmuseum Ingolstadt. Berlin 1992, S. 419–420, Kat.Nr. 378 (mit weiterer Lit.). – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[3] HA GNM, NL Guido von Volckamer 90, Verzeichnis zu dem … Familien-Archiv … Volckamer, 1910, S. 86–87, No. 3416; 295, Familienarchiv Volckamer, Abbildungen von Besitzungen. – Gerhard Seibold: 400 Jahre Nürnberger Stiftungsgeschichte am Beispiel der Jobst Friedrich von Tetzel’schen und der Johann Carl von Schlüsselfelder’schen Stiftung. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 95, 2008, S. 163–242, S. 210–211. – Das Original der Tetzelkatze soll mit der Kunstsammlung Gutmann in die Niederlande gelangt sein, wohin Fritz Gutmann (Berlin 1886–1944 ermordet in Theresienstadt), der Sohn von Eugen Gutmann, 1918 auswanderte. Ein Teil der Sammlung wurde 1941/42 von Gutmann an Karl Haberstock und Julius Böhler zwangsverkauft, die nicht-verkaufte Silbersammlung soll von Julius Böhler nach München verbracht worden sein, s. Simon Goodman: The Orpheus Clock. The search for my family’s art treasures stolen by the Nazis. New York 2015, S. 73, 124–127, 248. – Rosenberg nennt als Provenienz des Originals „Ehemals J. F. von Tetzelsche Familienstiftung Nürnberg, 1910 bei J. u. S. Goldschmidt Frankfurt a. M., darauf Bachstitz Gallery, den Haag“, jedoch nicht die Sammlung Gutmann, s. Marc Rosenberg: Der Goldschmiede Merkzeichen (Band 3): Deutschland N–Z. 3. Aufl. Frankfurt a.M. 1925, Nr. 4058a, S. 151, Taf. 94–95. Möglicherweise erfolgte der Verkauf also nicht direkt von Goldschmidt an Gutmann, sondern über Bachstitz.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
WI 1874
Zugangsregisternr.
ZR 1944/64
Material
Elfenbein
Maße
Länge 9,6 cm
Sammlung
Wissenschaftliche Instrumente, Medizingeschichte
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
22.03.1932Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Gebhardt Antiquitäten, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

 

Laut Tagebucheintrag erwarb Guido von Volckamer die Sonnenuhr am 22. März 1932 beim Münchner Antiquitätengeschäft Gebhardt für 35 RM, zusammen mit einem Erfurter Walzenkrug (nicht im Germanischen Nationalmuseum). Die Beschreibung („Nürnberger Sonnenuhr 1579 von Hans Tucher zu Nürnberg aus Elfenbein“) stimmt mit WI 1874 überein.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1932, unpaginiert: „22. [März 1932] Per Überweisungsscheck – Beleg 29. Antiquitätengeschäft Clara Gebhardt, Lenbachpl. Für eine Nürnberger Sonnenuhr 1579 von Hans Tucher zu Nürnberg aus Elfenbein 35,- […]“ (Kaufpreis 35 RM).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu WI 1874. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
WI 1875
Zugangsregisternr.
ZR 1944/99
Material
kupfervergoldete Platte, graviert; Ziffernblatt: Zinn
Maße
Höhe 26 cm
Breite 17,5 cm
Tiefe 9,2 cm
Sammlung
Wissenschaftliche Instrumente, Medizingeschichte
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
spätestens 1936Guido von Volckamer, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Die Uhr lässt sich spätestens 1936 im Eigentum Guido von Volckamers nachweisen, als er sie von einem Uhrmacher überholen ließ (s. Anm. 1).



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1936, S. 49: „3. [Juli 1936] Franz Jochmann Uhrmacher – Beleg 72. Stehuhr von Benedikt v. Volckamer stimmend[?], überall in den Lagern geordnet. [dahinter geschweifte Klammer] 7,-“.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu WI 1875. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Gew 3867
Zugangsregisternr.
ZR 1944/102
Material
Seide, gelb, Samt, goldgefasst (Applikationen)
Maße
Länge 59 cm
Breite 71 cm
Sammlung
Textilien und Schmuck
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
14.06.1916Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Brüschwiler (Kunsthandlung Eugen Brüschwiler), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Am 14. Juni 1916 erwarb Guido von Volckamer „eine alte Stickerei vom Jahre 1596 mit dem Löffelholz- und Füttererwappen“ von dem Münchner Kunsthändler Eugen Brüschwiler.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1916, S. 39: „E. Brüschwiler Antiquitätengeschäft, Beleg 36. Für eine alte Stickerei vom Jahre 1596 mit dem Löffelholz- und Füttererwappen, von [Auslassung für späteren Eintrag i. O.] Löffelholz und seiner Gemahlin [Auslassung für späteren Eintrag i. O.] Fütterer stammend.“ (Kaufpreis 80 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gew 3867. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1433
Zugangsregisternr.
ZR 1944/107
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 37,5 cm
Breite 45,5 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf dem Rückseitenschutz in Volckamers Handschrift „Aus dem Nachlaß meiner Schweigermutter, Philippine Reizammer, gestorben am 21. Februar 1916 in München" sowie zwei runde Stempel mit umlaufender Schrift: "Guido von Volckamer'sche Familien-Sammlung München", darin vier Wappen und die Jahreszahl "1913" sowie weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
spätestens 21.02.1916Philippine Reizammer, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
nach 21.02.1916Guido von Volckamer, München, erworben im Erbgang von Philippine Reizammer[2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Das Gemälde stammt aus dem Nachlass von Volckamers Schwiegermutter, Philippine Reizammer, die am 21. Februar 1916 in München starb.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Philippine Reizammer verstarb am 21.2.1916 in München.

[2] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1433. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1442
Zugangsregisternr.
ZR 1944/128
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 47,5 cm
Breite 34 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
auf Rückseite, oben am Rahmen großer Aufkleber mit schwarzem Aufdruck: "Aus dem Nachlass des Richard v. Volckamer-Kirchensittenbach Kgl. bair. Premierlieutenant a. l. s. des Infanterie-Leib-Regts., Stations-Commandant von Balinga in Hinter-Kamerun, gefallen im Kampfe gegen die Barrongos, in der Nähe seiner Station, vermuthlich Ende September 1892." Unten am Rahmen ein Aufkleber mit Hs. Guido v. Volckamer: "Georg Christoph II von Volckamer / Sept[?], dritter Obrister Hauptmann / geb. 15. IV. 1610 gest. 9. III. 1679 / verm. 1646 mit Maria Magdalena / Harsdorf."
DatumProvenienz
vor Ende September 1892Richard von Volckamer, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
nach Ende September 1892Guido von Volckamer, München, erworben im Erbgang von Richard von Volckamer[2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Guido von Volckamer erhielt das Gemälde aus dem Erbe seines Bruders Richard von Volckamer (1857–1892), der in der deutschen Kolonie Kamerun stationiert war und dort bei Kämpfen fiel; der genaue Todestag ist nicht bekannt, lag jedoch Ende September 1892.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Richard von Volckamer verstarb Ende 1892 in Kamerun.

[2] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1442. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. – Zum Tod des Bruders Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 556.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1443
Zugangsregisternr.
ZR 1944/129
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 48 cm
Breite 33,8 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
auf Rückseite oben am Rahmen großer Aufkleber mit schwarzem Aufdruck: "Aus dem Nachlass des Richard v. Volckamer-Kirchensittenbach Kgl. bair. Premierlieutenant a. l. s. des Infanterie-Leib-Regts., Stations-Commandant von Balinga in Hinter-Kamerun, gefallen im Kampfe gegen die Barrongos, in der Nähe seiner Station, vermuthlich Ende September 1892.", unten am Rahmen Aufkleber mit Hs. Guido v. Volckamers: "Gottlieb III. von Volckamer / Oberbairischer Hauptmann. Comandant / der Festung Lichtenau bei Ansbach / geb 1. VI. 1617 gest. 20. VI. 1666 / verm. 1653 mit Susanna Behaim."
DatumProvenienz
vor Ende September 1892Richard von Volckamer, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
nach 1892Unbekannte(r) Besitzer, erworben von Richard von Volckamer[2]
zwischen nach 1892 und nach Ende September 1892Verbleib unbekannt
nach Ende September 1892Guido von Volckamer, München, erworben im Erbgang von Richard von Volckamer[3]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[4]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Guido von Volckamer erhielt das Gemälde aus dem Erbe seines Bruders Richard von Volckamer (1857–1892), der in der deutschen Kolonie Kamerun stationiert war und dort bei Kämpfen fiel; der genaue Todestag ist nicht bekannt, lag jedoch Ende September 1892.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Richard von Volckamer verstarb Ende 1892 in Kamerun.

[2] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1443. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. – Zum Tod des Bruders  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 556.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1625
Zugangsregisternr.
ZR 1963/13
Alternativer Titel
Die Madonna mit der Meerkatze
Material
Malerei auf Lindenholz (Tilia sp.)
Maße
Höhe 41 cm
Breite 28,2 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
spätestens 1905Johann Nepomuk Sepp, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
zwischen spätestens 1905 und spätestens 1919Verbleib unbekannt
spätestens 1919Joseph Helldörfer, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [2]
spätestens 17.03.1919Aloys Laichner, München, wohl erhalten in Kommission von Joseph Helldörfer, München [3]
17.03.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Aloys Laichner, München [4]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[5]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

[5]

 

Aus Volckamers Tagebuch geht hervor, dass er das Gemälde am 17. März 1919 von „dem Kaufmann Aloys Laichner“ in München erhielt. Laichner vermittelte den Kauf nur, da das Gemälde noch dem „Ingenieur Jos. Helldörfer“ gehörte. Es handelte sich um ein Bild, „welches in der Composition und in der Zeichnung mit dem Kupferstich Albrecht Dürers ,Die Madonna mit Kind und Affe darstellend‘ genau übereinstimmt“ („Größe 28 x 41 cm“). Volckamer führt aus, es sei „nach dem Gutachten von Akademieprofessor Rud. von Seitz u. Otto Seitz für ein echtes von Albr. Dürer gemaltes Bild gehalten worden […] und im Jahre 1905 aus der Kunstsamml. des Professor Dr. Sepp um 10000 Mk veräußert“ worden. Das Gemälde sei „erstmals durch den berühmten Münchner Künstler, Akademieprofessor [?] Förster, später durch den berühmten Bildrestaurator in München, Konservator von der alten Pinakothek Herrn Kinkelin (die Kosten der Restaurierung durch Kinkelin betrugen 3080 Mk) in sehr guten Zustand versetzt“ und von Volckamer „um dem Preis von 2200 Mk angekauft“ worden.

Am 9. Mai 1930 beauftragte Volckamer beim Vergolder Grundwald oder Grünwald in München ,,einen gotischen Rahmen für das Madonnabild mit d. Meerkatze von Dürer“.[6]



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 21.

[2] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 21.

[3] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 21.

[4] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 21.

[5] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1625. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Gm 1625 wurde 1963 ins Zugangsregister eingetragen und inventarisiert.

[6] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1930, Eintrag 9.5.1930, unpaginiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1626
Zugangsregisternr.
ZR 1963/14
Material
Öl auf Leinwand
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
30.03.1935Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Gebhardt Antiquitäten, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

[2]

 

Volckamer erwarb das „Porträtbild von dem Nbger Porträtmaler J. E. Ihle 1789, 35 x 45 cm mit Barock-Rahmen, Brustbild“ am 30. März 1935 bei der Kunsthandlung Gebhard[t] in München.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1935, Eintrag 30.3.1935, unpaginiert (Kaufpreis 40 RM).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1626. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Gm 1626 wurde 1963 ins Zugangsregister eingetragen und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1631
Zugangsregisternr.
ZR 1963/19
Alternativer Titel
Die Burg von Nürnberg nach Westen
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 25 cm
Breite 34 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
rückseitig, auf dem Keilrahmen: „Geerbt von dem k.k. Hauptmann Karl Freiherrn Löffelholz zu Kolberg. Erhalten 10. April 1918. Guido von Volckamer.“
DatumProvenienz
spätestens 1917Carl Löffelholz von Kolberg, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
10.04.1918Guido von Volckamer, München, erworben im Erbgang von Carl Löffelholz von Kolberg, München [2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut Rückseitenbeschriftung erhielt Guido von Volckamer das Gemälde am 10. April 1918 aus dem Erbe von Carl Freiherr Löffelholz von Kolberg.



[1] Carl Löffelholz von Kolberg verstarb 1917 in München.

[2] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1631. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Gm 1631 wurde 1963 ins Zugangsregister eingetragen und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1632
Zugangsregisternr.
ZR 1963/20
Alternativer Titel
Die Burg von Nürnberg nach Osten
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 25 cm
Breite 34 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
rückseitig, auf dem Keilrahmen: „Geerbt von dem k.k. Hauptmann Karl Freiherrn Löffelholz zu Kolberg. Erhalten 10. April 1918. Guido von Volckamer.“
DatumProvenienz
spätestens 1906Carl Löffelholz von Kolberg, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
10.04.1918Guido von Volckamer, München, erworben im Erbgang von Carl Löffelholz von Kolberg, München [2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut Rückseitenbeschriftung erhielt Guido von Volckamer das Gemälde am 10. April 1918 aus dem Erbe von Carl Freiherr Löffelholz von Kolberg.



[1] Katalog der Historischen Ausstellung der Stadt Nürnberg 1906, Nr. 262, S. 93.

[2] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1632. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Gm 1632 wurde 1963 ins Zugangsregister eingetragen und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9915
Zugangsregisternr.
ZR 1944/37
Material
Steinzeug, Zinn
Maße
Höhe 20,3 cm
Durchmesser 9,8 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
25.08.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Halder (Antiquitätenhandlung), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut seinem Tagebuch erwarb Volckamer ein „Sächsisch Steinkrüglein“ am 25. August 1919 von Antiquitätenhändler Halder in München: „Ein halbe Krüglein, braun, oben mit helleren Streifen, oben u. unten gerippt, mit Zinndeckel u. Knopf“. Die Maßangaben sowie die Bezeichnung am Deckel und Datierung stimmen überein: „Am Deckel die Bezeichnung [gezeichnet] MMR / 1749“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 53 (Kaufpreis 35 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9915. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9930
Zugangsregisternr.
ZR 1944/52
Material
Glas, geblasen, geschliffen, Tiefschnitt, teils geblänkt
Maße
Höhe 13,2 cm
Durchmesser Boden 7,6 cm
Durchmesser Lippenrand 10,6 cm
Materialstärke Mündung 0,66 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
in gleicher Schrift und Farbe wie Inventarnummer "Stiftung Volckamer"
DatumProvenienz
10.12.1917Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Mory (Zinngießerei Ludwig Mory), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Objekt am 10. Dezember 1917 von der Zinngießerei Ludwig Mory. In der Darstellung, den Inschriften und Maßen stimmt es mit den Angaben im Tagebuch überein.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1917, S. 71: „Schön geschliffenes Glas mit der Darstellung des knieenden H. Antonius vor dem Christuskind. – Auf der Gegenseite Herz mit Kreuz, umgeben von Rosenkranz. Oben am Glas die Inschrift. S ANTHONIVS DE PADVA – Höhe des Glases : 13,3 cm, Oberer Durchmesser 10.9 cm – unterer Durchmesser 7,5 cm“ (Kaufpreis 50 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9930. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9931
Zugangsregisternr.
ZR 1944/53
Material
Glas
Maße
Höhe 10,9 cm
Durchmesser unten 6,8 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
19./20.06.1917Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Lang (Antiquitätengeschäft), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Die zusammengehörigen Stücke mit Allianzwappen der Barth zu Harmating und einem anderen nicht identifizierten Wappen kaufte Volckamer am 19. beziehungsweise 20. Juni 1917 bei der Antiquitätenhandlung Lang in München.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1917, S. 35, 36: „1 geschliffenes Glas mit eingraviertem Allianz Wappen „Barth von Harmating“ und [Auslassung] / darüber Krone, rechts und links herabhängende Lorbeerzweige, Oben eingeschliffenes Band mit [Zeichnung: Raute mit innenliegendem Kreuz] / Am Boden Stern – Höhe 11 cm – Aus der Zeit von ca. 1780 – 22,50 M [Eintrag weiteres Glas] und 20. Juni 1917 / Antiquitätengeschäft Lang, Schellingstraße / 1 geschliffenes Glas in Ausführung genau wie vor [2 Worte unleserlich] mit dem Allianzwappen „Barth von Harmating u. [Auslassung]“ (Kaufpreis je Stück: 22,50 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9931. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9938
Zugangsregisternr.
ZR 1944/60
Material
Birnbaumholz
Maße
Durchmesser 16,5 cm
Höhe 3,3 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite eingeritztes Monogramm "JPB"; weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]; großer, runder, gelber Aufkleber mit gewelltem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido von Volckamer'sche Familien-Sammlung München", darin vier Wappen und die Jahreszahl "1913"
DatumProvenienz
29.08.1938Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Kammerer (Friedrich Kammerer Antiquitätenhandlung), Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Laut seinem Tagebucheintrag kaufte Guido von Volckamer am 29. August 1938 eine „Marcipan Form mit Nürnberger Stadtwappen darüber Engel u. die Jahreszahl 1775. Unten Napf. Auf der Rückseite J. P. B. Durchmesser 14,4, cm, Außen 16,6 cm“ bei der Nürnberger Antiquitätenhandlung Friedrich Kammerer.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1938, S. 88 (Kaufpreis 10 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9938. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559., hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9939
Zugangsregisternr.
ZR 1944/61
Alternativer Titel
Backmodel
Material
Birnbaumholz
Maße
Höhe 16,4 cm
Breite 28,8 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite großer, runder, gelber Aufkleber mit gewelltem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido von Volckamer'sche Familien-Sammlung München", darin vier Wappen und die Jahreszahl "1913", leicht beschädigt; weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]; rechteckiger, weißer Aufkleber mit dreifacher blauer Umrandung und Hs. Guido v. Volckamer: "Nürnberger Marzipan- / Form. Angekauft in / Nbg 1. September 1938." Das Model ist bezeichnet mit „SRR“.
DatumProvenienz
02.09.1938Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Kammerer (Friedrich Kammerer Antiquitätenhandlung), Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Laut seinem Tagebucheintrag kaufte Guido Volckamer am 2. September 1938 ein „Marzipan Model mit Nbg.er Wappen u. Weintrauben, den Buchstaben S R. R. 17 Jahrh. 29 x 16 ½“ bei der Nürnberger Antiquitätenhandlung Friedrich Kammerer. [3] Über die Vorprovenienz ist nichts Weiteres bekannt.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1938, S. 98 (Kaufpreis 16 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9939. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559., hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[3] Die Inschrift ist erwähnt in Festliches Backwerk. Holzmodel, Formen aus Zinn, Kupfer und Keramik, Waffel- und Oblateneisen. Bearb. von Klaus Pechstein, Ursula Ellwart. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 1981., S. 65, Kat.-Nr. 62.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9943
Zugangsregisternr.
ZR 1944/74
Material
Silber
Maße
Länge 15,3 cm
Gewicht 34 g
Sammlung
ungeklärt/noch zuzuordnen
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
11.02.1918Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Karoline von Ebner, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Am 11. Februar 1918 kaufte Guido von Volckamer das Näh-Necessaire von Baronesse Karoline von Ebner.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1918, S. 18–19: „Ein silberner Fisch mit 2 Augen in Rubin als Näh-Necessaire, 15 cm lang, 34 Gramm schwer“ (Kaufpreis 20 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9943. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9949
Zugangsregisternr.
ZR 1944/100
Material
Lack
Maße
Durchmesser 9 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
auf Unterseite weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]; beiliegender Zettel Hs. Guido v. Volckamer [Vorderseite] "Die auf der Dose abgebildeten drei Häuser befinden sich in der Winklerstrasse Ecke Weinmarkt in Nürnberg. Im Nürnberger Adressbuch 1829 ist für das Haus Winklerstrasse 76 Johann Martin Schores Lebküchner eingetragen. Nach den Adressbüchern 1850 u. 1852 gehörte das Haus später dem Lebküchner Andreas Gust Heinz Häberlein" [Rückseite] "Angekauft für die Guido v. Volckamer'sche Norika Samlung 29.August 1938 GvV.(?)", der Zettel trägt zweimal den Blindstempel/Wasserzeichen "Guido von Volckamer auf Kirchensittenbach München"
DatumProvenienz
20.05.1930Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Kammerer (Friedrich Kammerer Antiquitätenhandlung), Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Guido von Volckamer erwarb am 29. August 1938 von der Antiquitätenhandlung Kammerer eine „Dose mit der Ansicht von drei Häuschen vom Altstadthügel“ Nürnbergs.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1938, S. 88: „1. Dose mit der Ansicht von drei Häuschen vom Altstadthügel / Unten Schrift: Andenken von M. Schobers in Nürnberg. Durchmesser 9 cm, Zeit 1830“ (Kaufpreis 7 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9949. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Ke 1580
Inv.Nr. (alt)
HG 9645
Zugangsregisternr.
ZR 1942/101
Material
Nürnberger Fayence, gelblicher Scherben, hellblau glasiert, blau bemalt
Maße
Durchmesser 21,6 cm
Höhe 1,9 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
kein Befund
DatumProvenienz
05.09.1917Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Kitzinger Antiquitätenhandlung, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut Tagebuch Guido von Vockamers erwarb er am 5. September 1917 einen runden Teller „Blaudekor. Im Fond Blumenkorb umgeben von Blumenkranz. Am Rand abwechselnd Blumenkörbe mit Arabesken. Blaumarke N. Durchmesser 21 ½ cm“ von der Antiquitätenhandlung Kitzinger in München.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1917, S. 53 (Kaufpreis 35 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1580, HG 9645. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559., hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Ke 1693
Inv.Nr. (alt)
HG 9902
Zugangsregisternr.
ZR 1944/24
Alternativer Titel
Enghalskrug mit Silberfassung
Material
Fayence, gelblicher Scherben, hellblau glasiert, blau bemalt; Silber, vergoldet, gegossen, getrieben, ziseliert
Maße
Höhe gesamt 29,7 cm
Durchmesser unten 12,5 cm
Höhe (ohne Deckel) 25,9 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]; beiliegender weißer, rechteckiger Zettel mit Umrandung und Vordruck in Schwarz: "Fayencen-Sammlung / Guido von Volckamer / München-Gern / Marke: Nürnberg" [Nürnberg hs. in der Schrift Guido von Volckamers ergänzt]
DatumProvenienz
18.12.1935Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von [Emil?] Oppel, Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Laut Tagebuch erwarb Guido von Volckamer am 18. Dezember 1935 beim Nürnberger Goldschmied Oppel „einen mit Silber u. Vergoldung beschlagenen Nürnberger Vögleins [?] Enghalskrug. Qualität!“.



[1] GNM Bibliothek, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1935, unpaginiert (Kaufpreis 190 M).

[2] GNM Registrar, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1693, HG 9902. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559., hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Ke 1746
Inv.Nr. (alt)
HG 9896
Zugangsregisternr.
ZR 1944/18
Alternativer Titel
Schüssel
Material
Keramik, Blaumalerei
Maße
Durchmesser 38 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite, großer, oval beschnittener Aufkleber mit schwarzem Aufdruck: "Aus dem Nachlass des Richard v. Volckamer-Kirchensittenbach Kgl. bair. Premierlieutenant a. l. s. des Infanterie-Leib-Regts., Stations-Commandant von Balinga in Hinter-Kamerun, gefallen im Kampfe gegen die Barrongos, in der Nähe seiner Station, vermuthlich Ende September 1892.", darunter weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
vor Ende September 1892Richard von Volckamer, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
nach Ende September 1892Guido von Volckamer, München, erworben im Erbgang von Richard von Volckamer[2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut einem rückseitig angebrachten Aufkleber stammt die mit dem Volckamerwappen bemalte Fächerplatte aus dem Nachlass Richard von Volckamers, dem Bruder von Guido von Volckamer.



[1] Laut rückseitiger Beschriftung, s. Objektuntersuchung. Richard von Volckamer starb 1892.

[2] Laut rückseitiger Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1746, HG 9896. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Ke 1972
Inv.Nr. (alt)
HG 9907
Zugangsregisternr.
ZR 1944/29
Material
Fayence, Zinn
Maße
Höhe 25,6 cm
Durchmesser unten 9,1 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
Im Deckel, in schwarzer Farbe, hs. "17743 / (zwei unleserliche Buchstaben) (Schrägstrich) er. Auf Unterseite runder Stempel mit umlaufender Schrift: „Guido v Volckamer – Kirchensittenbach Muenchen“, darin ein Wappen und die Jahreszahl „1914“, darauf angebracht (überlappend) weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
04.02.1918Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Schmidt (Antiquitätenhandlung), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

 

Aus Guido von Volckamers Tagebuch geht hervor, dass er am 4. Februar 1918 bei Antiquitätenhandlung Schmidt, München „einen birnenförmigen Krug“ erwarb, dessen Maße und Dekor und die „[ü]ber dem Henkel […] eingebrannte Jahreszahl 1718“ mit Ke 1972 übereinstimmen. Volckamer notierte, das Stück sei ein „Sehr frühzeitiger Fayencekrug!“.



[1] GNM Bibliothek, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1918, S. 17: „Für einen birnenförmigen Krug – Auf der Vorderseite Hirsch rechts u. links Blumen – Oben u. unten blaue Einfassung Blau, Gelb, hellgrün, manganrot Dekor – Über dem Henkel die eingebrannte Jahreszahl 1718 – Sehr frühzeitiger Fayencekrug! – Zinndeckel mit den eingravierten Buchstaben „C T“ und der Jahreszahl 1718 umgeben von Kranz – Mundreif – Zinnfuß – Henkel mit Zinnstreifen von oben bis zum Zinnfuß – Höhe ohne Deckel 21 ½ cm – mit Deckelknopf 25 ½ cm“ (Kaufpreis 65 M).

[2] GNM Registrar, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1972, HG 9907. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559., hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Ke 2660
Inv.Nr. (alt)
HG 9945
Zugangsregisternr.
ZR 1944/79
Material
Porzellan
Maße
Höhe 12 cm
Durchmesser oben 7,2 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
15.10.1937Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Kammerer (Friedrich Kammerer Antiquitätenhandlung), Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Laut Tagebucheintrag erwarb Guido von Volckamer „1 Porzellan Tasse mit Ansicht von Straubing“ am 15. Oktober 1937 im Antiquitätengeschäft Kammerer in Nürnberg.



[1] GNM Bibl. Hs 140263, Tagebuch und Rechnungen 1935, S. 54 (Kaufpreis 5 M).

[2] GNM Registrar, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 2660, HG 9945. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
KG 1118
Zugangsregisternr.
ZR 1944/68
Alternativer Titel
Kleiner Hausaltar
Material
Lindenholz, Silber, teilweise vergoldet
Maße
Höhe 57 cm
Breite 39 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
kein Befund
DatumProvenienz
27.04.1938Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Pfeuffer (Kunst- und Auktionshaus Bernhard Pfeuffer)[1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Guido von Volckamer erwarb am 27. April 1938 beim Nürnberger Antiquitätenhändler Bernhard Pfeuffer einen „kleinen Hausaltar [aus] Ebenholz mit weißen Silber- und Goldblechauflagen. In Form eines großen Barockaltares mit gedrehten Säulen“, den er als Augsburger Arbeit „in der Art des Mathias Wallbaum, 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts“ bezeichnete. Der Gesamtpreis betrug 420 Mark; 200 Mark hatte Volckamer am 27. April angezahlt und am 2. Mai die Restsumme beglichen.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1938, S. 40: „Für einen kleinen Hausaltar Ebenholz mit weißen Silber- und Goldblechauflagen. In Form eines großen Barockaltares mit gedrehten Säulen. Höhe 57 cm, Breite 38 cm. Augsburg in der Art des Mathias Wallbaum, 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Augsburg. 200 M“; sowie S. 50: „2. Mai 1938, Restzahlung für einen kleinen Augsburger Hausaltar im Barock Stil, 2. Hälfte des 17. Jahrh. siehe 27. April Pag. 40“ (Gesamtpreis 420 M).

[2] GNM Registrar, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu KG 1118. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS (Text und Recherche)
JW (Recherche)
Inv.Nr.
KG 1123
Zugangsregisternr.
ZR 1944/75
Material
Holz, vergoldet
Maße
Höhe 83 cm
Breite 57 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Rückseite, mittig großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen; etwa 5. cm darüber ein rechteckiger Aufkleber mit gezahntem Rand und blauem Dekor, darauf in schwarzer Tinte "SR", gefolgt von einem Schrägstrich und vmtl. "VR" in blauem Bunt- oder Kopierstift.
DatumProvenienz
05.07.1920Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Stern (Antiquitätenhandlung), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Guido von Volckamer kaufte am 7. Mai 1920 „einen sehr schönen, im Rokokostil geschnitzten Reliquienkasten“ von der Münchener Kunsthandlung Stern. In Volckamers Tagebucheintrag heißt es, im „Innern des Reliquienkastens“ befinde sich eine „gestickte Klosterarbeit“ und ein „auf Pergament gemaltes, ovales Bild“ der Heiligen Walburga. Volckamer hielt das Objekt für ein „[e]rstklassiges Stück aus der Rokokozeit ca. 1760“, die Datierung änderte er später auf 1740.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1920, S. 41: „Für einen sehr schönen, im Rokokostil geschnitzten Reliquienkasten in herrlicher, alt vergoldeter Rokokorahme auf Füßen, 84 x 56 cm, innen mit geschliffenen Spiegeleinlagen mit ummantelnden [?] Verzierungen. Im Innern des Reliquienkastens gestickte Klosterarbeit die in der Mitte ein auf Pergament gemaltes, ovales Bild die Anbetung der Maria der Heiligen Walburga enthält, darunter ein geschnitztes, vergoldetes mit 5 Abteilungen versehenes Kästchen (zur Aufnahme von Blumen Walburgis Oel + [leer] + dem besonderen Heilwirkung zugeschrieben u. das Sterben erleichtern sollte! / Erstklassiges Stück aus der Rokokozeit ca. 1760 [darüber ergänzt: (17)40]“ (Kaufpreis 750 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu KG 1123. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS (Text und Recherche)
JW (Recherche)
Inv.Nr.
KG 1125
Zugangsregisternr.
ZR 1944/117
Material
u.a. Holz, Spiegel, Silber- und Golddraht
Maße
Höhe 58 cm
Breite 25,7 cm
Tiefe max. 7 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Rückseite 5-mal (oben links und rechts zweimal, unten mittig einmal)rechteckiger Stempel mit Umrandung und Schrift: „Guido von Volckamer / Kirchensittenbach / München-Gern / * ……..19 …* /Klugst. 51 * Tel. 4974“; auf Rückseite zweimal links und rechts oben runder Stempel mit umlaufender Schrift: "Guido von Volckamer'sche Familien-Sammlung München", darin vier Wappen und die Jahreszahl "1913"; auf Rückseite, mittig großer, weißer, rechteckiger Aufkleber mit gezacktem Rand, in blauer Rahmung handschriftlich: „Samlung Guido v. Volckamer / München-Gern. / Klugstrasse 51.“ [sic], darunter großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen
DatumProvenienz
30.08.1920Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Meier (Antiquitätenhandlung E. Meier), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Guido von Volckamer kaufte von der Münchner Antiquitätenhandlung E. Meier „ein Reliquienbild in geschnitztem Spiegelrahmen“ der Heiligen Walburga in einem „mit Glas verschlossenen Kasten“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1920, S. 48, 49: „Für ein Reliquienbild in geschnitztem Spiegelrahmen – Oberer Teil ergänzt – In Größe, Höhe 58 cm, Breite 29 cm, In einem mit Glas verschlossenen Kasten, Größe 20 x 25 cm, das Porträt der Heiligen „Walburga“ umgeben von (aus silbernen u. goldenen Fäden hergestellten) Borden, Klosterarbeit. In der oberen u. den beiden Seitenrändern geschliffenen Spiegelglasflächen, die als Einlagen aus Goldfäden hergestellte, mit Blumen aus Stroh [?] versehenen Verzierungen haben. Selten schöner Reliquienbehälter aus dem 18. Jhdt. / Unten Öffnungen zur Aufnahme von Fläschchen des Walburgis Oel enthalten.“ (Kaufpreis 250 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu KG 1125. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS (Text und Recherche)
JW (Recherche)
Inv.Nr.
Min 103
Zugangsregisternr.
ZR 1944/119
Material
k.A.
Maße
Höhe 5,3 cm
Breite 5,3 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf einem rückseitig aufgeklebten Papier in Tinte, Hs. Guido von Volckamer: "Guido v. Volckamer'sche Familien Sammlung", biographische Angaben zur Dargestellten sowie der Vermerk: „Von Vetter Paul v. V. im Tausch erhalten 1. Februar 1918“ (auf Inventarkarte vermerkt). Zudem ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic]
DatumProvenienz
01.02.1918Guido von Volckamer, München, erworben im Tausch von Paul von Volckamer[1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Die Bildnisminiatur kam mit der Stiftung der Sammlung Guido von Volckamers in die Sammlung. Volckamer vermerkte auf der Rückseite des Bildes, er habe es bereits am 1. Februar 1918 im Tausch von seinem Vetter Paul von Volckamer erhalten.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 103. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 104
Zugangsregisternr.
ZR 1944/120
Maße
Höhe 5,1 cm
Breite 4,2 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Rückseitig auf einem aufgeklebten Papier in Tinte, Hs. Guido v. Volckamer: "Guido v. Volckamer'sche Sammlung", biographische Angaben zum Dargestellten sowie der Vermerk: „Erhalten von Rosa und Felicitas von Scheidlin in München, 30. Juli 1917“. Zudem ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
30.07.1917Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Rosa und Felicitas von Scheidlin, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut seinem Tagebucheintrag erwarb Volckamer die zusammengehörigen Bildnisse Min 104 und Min 105 am 30. Juli 1917 von „Fräulein Rosa von Scheidlin“. Die rückseitige Beschriftung nennt hingegen die Schwestern Rosa und Felicitas Scheidlin als Vorbesitzerinnen.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1917, S. 43: „Elfenbein Miniatur Bildnis aus der Zeit ca. 1800 / 46 x 55 mm mit dem Brustbild des David von Scheidlin (Sohn des Johann Georg v. S. u. der Maria Margaretha Friederika von Hagen) geb. 8. April 1765, Banquier u. Bürger Capitaine zu Nürnberg gest. 13. Novem. 1811 u. Elfenbein Miniatur Bildnis von ca. 1800 in gleicher Größe mit dem Brustbild seiner Gemahlin Anna Johanna Helena geborene von Merz; geb. 18. Septem 1768, vermählt 25. Sept 1791.“ (Kaufpreis Min 104 und Min 105: 30 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 104. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 105
Zugangsregisternr.
ZR 1944/121
Material
k.A.
Maße
Höhe 5,5 cm
Breite 4,4 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Rückseitig auf einem aufgeklebten Papier in Tinte, Hs. Guido v. Volckamer: "Guido v. Volckamer'sche Sammlung", biographische Angaben zur Dargestellten sowie der Vermerk: „Erhalten von Rosa und Felicitas von Scheidlin in München, 30. Juli 1917“. Zudem ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
30.07.1917Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Rosa und Felicitas von Scheidlin, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut seinem Tagebucheintrag erwarb Volckamer die zusammengehörigen Bildnisse Min 104 und Min 105 am 30. Juli 1917 von „Fräulein Rosa von Scheidlin“. Die rückseitige Beschriftung nennt hingegen die Schwestern Rosa und Felicitas Scheidlin als Vorbesitzerinnen.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1917, S. 42: „Elfenbein Miniatur Bildnis aus der Zeit ca. 1800 / 46 x 55 mm mit dem Brustbild des David von Scheidlin (Sohn des Johann Georg v. S. u. der Maria Margaretha Friederika von Hagen) geb. 8. April 1765, Banquier u. Bürger Capitaine zu Nürnberg gest. 13. Novem. 1811 u. Elfenbein Miniatur Bildnis von ca. 1800 in gleicher Größe mit dem Brustbild seiner Gemahlin Anna Johanna Helena geborene von Merz; geb. 18. Septem 1768, vermählt 25. Sept 1791“ (Kaufpreis Min 104 und Min 105: 30 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 105. Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 106
Zugangsregisternr.
ZR 1944/122
Material
k.A.
Maße
Höhe 3,8 cm
Breite 2,9 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf einem aufgeklebten Papier die Aufschrift „Guido v. Volckamer’sche Sammlung, Johann Georg Friedrich von Volckamer, geb. 8. Sept 1759 – Gerichts Assessor, von 1821–1827 Administrator der v. Tetzel=schen Stfitung. Verm. 1784 mit Wilhelm. V. Holzschuher, 2. 1806 mit Sophie v. Kress. gest 28 März 1827.“ sowie dem Vermerk: „Erhalten von Wilhelmine Leers“. Zudem ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
spätestens 10.09.1895Wihelmine Leers, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
spätestens 01.12.1940Guido von Volckamer, München, erworben von Wihelmine Leers[2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Guido von Volckamer erhielt das Gemälde zu einem nicht bekannten Zeitpunkt von seiner Großtante Wilhelmine Leers.



[1] Wilhelmine Leers verstarb 10.9.1895.

[2] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Guido von Volckamer verstarb am 1.12.1940 in München.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 106. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS (Text und Recherche)
AE (Recherche)
Inv.Nr.
Min 139
Zugangsregisternr.
ZR 1959/164
Material
Pappe
Maße
Höhe 8,5 cm
Breite 6 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Am Objekt kein Befund. Beigelegt ist ein handbeschriebener Zettel, darauf hs. in der Schrift Guido von Volckamers: Porträt Ludwig XV, König von Frankreich, geb 1710, gest 1756 von dem Miniaturmaler Piere Rouvier in Paris um 1742. Über Rouvier siehe: Tieme [sic]-Becker XXIX Band, PAg 120 (Ludwig XVI, geb 1754 gest 1793 / „Limpert, Antiquitäten / München 14. Okt. 1935“, auf der Rückseite des Zettels ein rechteckiger Stempel mit Umrandung und Aufschrift: „Guido von Volckamer-Kirchensittenbach / Administrator der J.C. von Schlüsselfelder’schen Fam.-Stft. / München-Gern, Klugstr. 51 / den [hs. in der Schrift Guido von Volckamers ergänzt:] 14 Oktober 1935“. Darüber handschriftlich: „Sam[m]lung:“.
DatumProvenienz
14.10.1935Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Limpert (Rudolf Limpert Antiquitäten), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Guido von Volckamer kaufte am 14. Oktober 1935 von der Antiquitätenhandlung Rudolf Limpert „ein sehr feines Miniaturbild oval auf Elfenbein von Rouvier ca. 1742 – König Ludwig von Frankreich“.



[1] Bibliothek GNM, Hs 140263, Tagebuch 1935, Eintrag vom 14. Oktober 1935 (Kaufpreis 60 M). – Siehe auch Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 139. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments.– Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 139 wurde 1959 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 141
Zugangsregisternr.
ZR 1963/22
Material
Porzellan
Maße
Höhe 17 cm
Breite 14 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf dem Rückseitendeckel mit schwarzem Stift: Emilie Freyfrau Haller von Hallerstein, geborene Freyin von Schenk Dieppen. Geboren: 1790, [Kreuzzeichen] 1856. Sowie weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: "Stiftung v. Volckammer" [sic] sowie ein großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen (teilweise abgerissen). Unten an der Rahmenleiste in schwarzer Farbe: „Guido v. Volckamer - München-Germ Klugstr. 51“.
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Objekt am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München: „Sehr fein gemaltes Porzellangemälde der Emilie Freyfrau Haller von Hallerstein, geborne Freyin von Schenk Dieppern, geboren: 1790 [Kreuzzeichen] 1856 in Größe 15 x 18, aus der Zeit von 1840 – Auf der Blumenvase das Haller’sche Wappen - Hervorragende Arbeit, leider nicht signiert – in vergoldeten Rahmen aus der Zeit / (Mutter der Karoline v. Furtenbach, geborene Haller)“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 6 (Kaufpreis 75 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 141. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 141 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 142
Zugangsregisternr.
ZR 1963/23
Material
auf Porzellan, oval gerahmt
Maße
Höhe 15,5 cm
Breite 13 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf dem Rückseitendeckel in schwarzem Stift die Aufschrift „Charlotte Dichtel, geb. Freyin Haller von Hallerstein, geb 5. Dezem. 1826, gest. 1862, 25. April zu Germersheim, Gemahlin des Hauptmann späteren Oberst a.D. Friedrich Dichtel, geb. 17. März 1820 gest. 3. Mai 1888 zu München“. Sowie weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: "Stiftung v. Volckammer" [sic] sowie ein großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen. Unten an der Rahmenleiste in schwarzer Farbe: „Guido v. Volckamer - München-Germ Klugstr. 51“.
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Objekt am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München, wie aus dem Tagebuch hervorgeht: „Sehr fein gemaltes Porzellangemälde der Charlotte Dichtel, geborene Freyin Haller von Hallerstein geb. 1826 gest. 1862, oval, in Größe 12 x 14 ½ cm, aus der Zeit von 1846 – Vorzügliche Arbeit, ohne Signatur – ohne Signatur – in vergoldeten Rahmen aus der Zeit. – (Die jüngste Tochter der vorigen Emilie v. Haller)“. Der Eintrag nimmt Bezug auf die Erwähnung von Min 141.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 6 (Kaufpreis 75 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 142. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 142 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 143
Zugangsregisternr.
ZR 1963/24
Material
k.A.
Maße
Höhe 6 cm
Breite 4,3 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite drei Aufkleber: Großer, weißer, rechteckiger Aufkleber mit gezacktem Rand und blauer Umrandung, darin hs. in der Schrift Guido von Volckamers: „Guido v. Volckamer’sche Saml. /Dorothea Maria Brands., geborn Rupprecht verwitw. Pestel. Mutter der Margaretha Dorothea von Furtenbach. Geborene Pestel, 1749-1819 [1819 ist durchgestrichen].“ mit späteren Streichungen. Darunter ein ovaler Aufkleber Guido von Volckamers mit Wappendarstellung. Unten am Rahmen ein Papieraufkleber mit Schreibmaschinenschrift „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Objekt am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München, wie aus dem Tagebuch hervorgeht. Die dortigen Angaben stimmen mit den Angaben auf der Objektrückseite überein.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 6–7: „Fein gemaltes Miniaturbild auf Pergament ohne Bezeichnung, eine Frau v. Haller Brands darstellend, in vollem Costüm mit übergeworfenem blauen Mantel. [darunter Informationen zur Person] Dorothea Maria Brands geborene … [nicht ausgefüllt] verwitwete Prestel die Mutter der Maria Dorothea v. Furtenbach, geborene Rupprecht Prestel in alter ovaler vergoldeter Rahmen, in Größe 4 x 5 1/2, Größe der Rahmen 7 x 8 ½ cm“ (Kaufpreis 15 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 143. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 143 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 144
Zugangsregisternr.
ZR 1963/25
Maße
Höhe 4,4 cm
Breite 3,7 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite drei Aufkleber: Großer, weißer, rechteckiger Aufkleber mit gezacktem Rand und blauer Umrandung, darin hs. in der Schrift Guido von Volckamers: „Guido v. Volckamer’sche Sammlung / Friederike von Furtenbach, geborene von Pömer, geb. 17. Februar 1800, vermählt: 26. April 1824. Gest. 30 Juni 1827 – Von Luise v. Löffelholz. geb. v. Furtenbach,1811-1892.“ Darunter ein großer ovaler Aufkleber mit blauem Aufdruck: umlaufend "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen. Unten in der Mitte des Rahmens ein Papieraufkleber mit Schreibmaschinenschrift „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Objekt am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München, wie aus dem Tagebuch hervorgeht: „Sehr fein gemaltes Miniaturbild auf Pergament in Größe 3 ½ x 4 ½ cm derselben Friederika von Furtenbach, 1800-1827, aus der Zeit von ca. 1818“. Der Eintrag nimmt Bezug auf die vorhergehende Erwähnung von Min 147 im Tagebuch Volckamers.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 6 (10 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 144. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 144 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 145
Zugangsregisternr.
ZR 1963/27
Material
k.A.
Maße
Höhe 6 cm
Breite 5 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf einem Papier der Rückseite der ovalen Porzellanplatte biographische Angaben zur Dargestellten: „Friederike von Furtenbach geb. v. Pömer, geb. Nürnberg 1800, gest. 1827.“ Unten am Rahmen links ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: "Stiftung v. Volckammer" [sic].
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Objekt am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München, wie aus dem Tagebuch hervorgeht: „Sehr fein gemaltes Miniaturbild von M. C. Hartmann 1823 der Friederike von Furtenbach, geborene v. Pömer geboren 17. Februar 1800, vermählt 26. April 1824 mit Sigm. Ferd. Wilhelm v. F., gest. 30. Juni 1827 – oval – 4,5 x 6 cm, in alten mit schwarz lackierten Lack überzogene Rahmen 10 x 11 ½ cm, innen mit vergoldetem Rand“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 6 (Kaufpreis 75 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 145. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 145 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 146
Zugangsregisternr.
ZR 1963/26
Alternativer Titel
Bildnis mit Monogramm S M C
Material
k.A.
Maße
Höhe 6,8 cm
Breite 5,5 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf der Metallplatte, die das Medaillon rückseitig verschließt, in schwarzer Farbe: „Guido von Volckamer’sche Sam[m]lung / 1939“.
DatumProvenienz
vermutl. 1939Guido von Volckamer, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Das Medaillon befand sich vermutlich bereits seit 1939 bei Guido von Volckamer. Ein entsprechender Hinweis ist auf der Objektrückseite vermerkt. Genaueres zum Zeitpunkt des Erwerbs und die Vorprovenienz ist nicht bekannt.



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 146. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 146 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 147
Zugangsregisternr.
ZR 1963/28
Alternativer Titel
Sigmund von Furtenbach (1784-1814)
Material
Rötelzeichnung
Maße
Durchmesser 10,7 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf dem Rückseitendeckel vier Aufkleber: Ein aufgeklebter Streifen Papier, darauf hs. in Schrift Guido von Volckamers: „Sigmund von Furtenbach. Preuß. Garde-Oberlieutnant, geb. Lauf 1784, gest. in Nürnberg 1814. Gezeichnet von Hessel“, darunter ein großer, weißer, rechteckiger Aufkleber mit gezacktem Rand und blauer Umrandung, darin hs. in der Schrift Guido von Volckamers: „vermählte sich 3. Dezem 1810 mit Karoline von Volckamer, Tochter des Johann Paul“. Darunter ein großer, runder Aufkleber mit blauem Aufdruck: umlaufend „Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München“, darin ein Wappen. Unten (links der Mitte) ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: "Stiftung v. Volckammer" [sic].
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb das Objekt am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München, wie aus seinem Tagebuch hervorgeht: „Runde Röthelzeichnung von dem Nbg.er Porträtmaler Hessel des Sigmund von Furtenbach, 1784-1814, als Kind ca. 1794 – Durchmesser der Zeichnung 10,8 cm. – Mit Rand 15 ½ x 18 ½ cm – in alten Kirschbaumholz Rahmen aus der Zeit“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 6 (Kaufpreis 20 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 147. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 147 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 148
Zugangsregisternr.
ZR 1963/29
Alternativer Titel
Maria von Scheuerl auf Schwarzenbruck
Material
Elfenbein
Maße
Höhe 7,5 cm
Breite 6 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite ein aufgeklebtes Stück Papier, darauf hs. in der Schrift Guido von Volckamers: „Guido von Volckamer’Sche Sammlung / Miniaturgemälde auf Elfenbein von C. Mayer 1825 der Maria Anna Friederike Freiin von Scheurl auf Schwarzenbruck geboren 6. Aug. 1789, vermählt 7. Aug. 1826 mit Johann Georg Bernhard Messerer, Landarzt zu Feucht, geb. 14 Dezem. 1791 – geschieden 1842, nahm vermöge des K. Preus. Landrechts ihren angeborenen Familiennamen wieder an. Sie starb 3. Mai 1868. Schwester zu Jenny von Volckamer, geborene v. Scheurl, Tochter des Karl Jakob Wilhelm v. Scheurl u. der Maria Magdalena v. Haller. / Erhalten von Baronesse Karoline von Ebner in München am 6. Februar 1918.“ (auf Inventarkarte vermerkt). Unterhalb des aufgeklebten Papiers teilweise darauf geklebt ein großer ovaler Aufkleber mit blauem Aufdruck: umlaufend "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen. Unten links ein Papieraufkleber mit Schreibmaschinenschrift „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
05.02.1918Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Karoline von Ebner, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Guido von Volckamer erwarb das Objekt am 5. Februar 1918 von Baronesse Karoline von Ebner, München, wie aus seinem Tagebuch hervorgeht: „Ein Original-Miniatur Bild auf Elfenbein von C. Mayer 1825 der Maria Anna Friederike Freiin von Scheurl auf Schwarzenbruck, geb. 6. Aug. 1789, vermählt 1842 [sic] mit dem Landarzt Joh. Gg. Bernh. Messerer, geschieden 1842, sie starb 3 Mai 1868 – Schwester [?] zu Jenny v. Volckamer geborene v. Scheurl – In altem vergoldeten Rahmen 21 x 22 cm – Größe des Miniaturbildes, oval 8 ½ x 7 cm“. Volckamer gab hier das Jahr der Heirat fälschlich an; richtig war, wie auf der Rückseite vermerkt, der 7. August 1826.[3]



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1918, S. 18 (Kaufpreis 30 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 148. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 148 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 149
Zugangsregisternr.
ZR 1963/30
Alternativer Titel
Karl von Furtenbach (1775-1807)
Material
Pastell
Maße
Höhe 15,5 cm
Breite 12,5 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite ein aufgeklebtes Stück Papier, darauf hs. in der Schrift Guido von Volckamer: „Guido von Volckamer’sche Norika Saml / Pastellgemälde von Hessell ca 1798 / Christoph Friedrich Karl Wilhelm von Furtenbach als Herzogl. Sachsen Weimar‘scher Jagd Junker, geboren 17. Juli 1775, vermählt 17. Juli 1799 mit Sophia von Grundherr, er starb 17. Februar1807.“ Darunter ein großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen. Unten in der Mitte ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: "Stiftung v. Volckammer" [sic].
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben im Tausch von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Im Januar 1919, das genaue Datum ist im Tagebuch nicht verzeichnet, erhielt Volckamer von Fanny von Furtenbach, München, im Tausch gegen ein „sehr feines kostbares schwarzes Spitzentuch“ aus dem Nachlass seiner verstorbenen Frau, Antonie von Volckamer, ein „[o]vales farbiges Pastellbild in Größe 12 x 15 cm von dem Nbg.er Porträtmaler Hessel des Christoph Friedrich Karl Wilhelm von Furtenbach, geboren 17 Juli 1775, herzogl. Sachsen Weimar‘scher Jagd-Junker, späterer Administrator des [unleserlich], gestorben 17. Feb. 1807“. Das ebenfalls im Tagebuch genannte Bildnis der Gattin scheint nicht in den Bestand des GNM gelangt zu sein.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 7.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 149. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 149 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Min 150
Zugangsregisternr.
ZR 1963/31
Alternativer Titel
Sigmund von Furtenbach
Material
Pastell
Maße
Höhe 14,5 cm
Breite 10,5 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite ein aufgeklebtes Stück Papier, darauf hs. in der Schrift Guido von Volckamers. „Guido von Volckamer’sche Familien Saml. Pastellgemälde von Hessell ca. 1802 / Johann Sigmund Georg Wilhelm von Furtenbach als preuss Garde Fähnrich geboren 26. Februar 1784, vermählt als pensionierter Lieut 3. Dezemb. 1810 mit Marie Philippine Karoline von Volckamer. Tochter des Johann Paul, er starb 20 Novem 1814“. [Unterstreichungen im Original]. Darunter ein großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen. Unten links weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: "Stiftung v. Volckammer" [sic].
DatumProvenienz
14.01.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Fanny von Furtenbach, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Volckamer erwarb am 14. Januar 1919 von Fanny von Furtenbach, München ein „[o]vales Pastellgemälde von dem Nbger Porträtmaler Hessel [sic] des Sigmund von Furtenbach als preuß.[ischer] Fahnenjunker im Garde Regiment“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1919, S. 6 (Kaufpreis 25 M). – „Ovales Pastellgemälde von dem Nbger Porträtmaler Hessel des Sigmund von Furtenbach als preuß. Fahnenjunker im Garde Regiment, in Größe 11 ½ x 15 cm. – Sigmund v. F. vermählte sich 1810 mit Karoline von Volckamer u. starb 20. Nov. 1814 – ohne Rahmen“.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 150. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 150 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Mm 759
Zugangsregisternr.
ZR 1944/111
Material
Hinterglasmalerei
Maße
Höhe 53 cm
Breite 39 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
10.03.1916Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Laut seinem Tagebuch erwarb Guido von Volckamer das Hinterglasgemälde am 10. März 1916 („Bild der Familie des Kaisers Franz I. von Österreich darstellend, unter Glas gemalt links mit 2 großen Sprüngen im Rahmen“) von einem namentlich nicht genannten Vorbesitzer. Obwohl der von Volckamer verwendete Titel mit dem im Germanischen Nationalmuseum verwendeten nicht übereinstimmt, dürfte es sich um dasselbe Objekt handeln. Der spätere Kaiser Joseph II. war der älteste Sohn von Kaiser Franz I. und Maria Theresia von Österreich.[3]



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1916, S. 27 (Kaufpreis 18 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Mm 759. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[3] Hans Wagner: Joseph II. In: Neue Deutsche Biographie, 26 Bde. Berlin 1974, Bd. 10, S. 617–622.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
T 4286
Zugangsregisternr.
ZR 1944/85
Alternativer Titel
Pfeifenkopf aus Buchsbaumholz mit Zunftwappen des Müller
Material
Buchsbaumholz
Maße
Höhe 14,6 cm
Sammlung
Textilien und Schmuck
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
26.07.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Hatter (Ludwig Hatter Antiquitätenhandlung), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Guido von Volckamer erwarb am 26. Juli 1919 vom Münchener Antiquitätenhändler Ludwig Hatter „eine geschnitzte Holzpfeife mit den Attributen der Müller – Auf einer Seite KB – Silberner Deckel aus der Zeit von 1830-1840“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 41: „Für eine geschnitzte Holzpfeife mit den Attributen der Müller – Auf einer Seite KB – Silberner Deckel aus der Zeit von 1830-1840“ (Kaufpreis 20 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu T 4286. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
T 4289
Zugangsregisternr.
ZR 1944/88
Material
Porzellan
Maße
Höhe 14 cm
Sammlung
Textilien und Schmuck
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
24.07.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Hatter (Ludwig Hatter Antiquitätenhandlung), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Guido von Volckamer erwarb am 24. Juli 1919 vom Münchener Antiquitätenhändler Ludwig Hatter einen „Porzellan Pfeifenkopf mit der fein gemalten Ansicht von Salzburg ca. 1840“ mit Silberdeckel.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 47: „Ein Porzellan Pfeifenkopf mit der fein gemalten Ansicht von Salzburg ca. 1840  – Silberdeckel“ (Kaufpreis 50 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu T 4289. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
T 4292
Zugangsregisternr.
ZR 1944/91
Material
Porzellan
Maße
Höhe 12,5 cm
Sammlung
Textilien und Schmuck
Objektuntersuchung
nicht erfolgt
DatumProvenienz
24.07.1919Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Hatter (Ludwig Hatter Antiquitätenhandlung), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Guido von Volckamer erwarb am 24. Juli 1919 vom Münchener Antiquitätenhändler Ludwig Hatter einen Porzellanpfeifenkopf „mit der fein gemalten Ansicht der Studienkirche u. Studieranstalt, Passau 1840“.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch Volckamer 1919, S. 47: „Ein dito. [Porzellanpfeifenkopf] mit der fein gemalten Ansicht der Studienkirche u. Studienanstalt, Passau 1840“ (Kaufpreis 50 M).

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu T 4292. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Ke 1495
Inv.Nr. (alt)
HG 9648
Zugangsregisternr.
ZR 1942/103
Alternativer Titel
Henkelkrug
Material
Fayence
Maße
Höhe 20 cm
Höhe mit Deckel 23 cm
Breite mit Henkel 13,9 cm
Durchmesser Bauchung 11,5 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite Beschriftung in schwarz, "201" [Slg. Igo Levi]
DatumProvenienz
21.01.1936Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Igo Levi, Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist bedenklich, es liegen Verdachtsmomente vor.

 

Das Objekt kam 1941 mit der Sammlung Volckamer ans Haus. Volckamer hatte es 1936 vom Nürnberger Unternehmer Igo Levi erworben: In seinem Tagebuch vermerkte Guido von Volckamer am 21. Januar 1936, er habe an diesem Tag mehrere Objekte „[…] von der in Auflösung begriffenen großen Fayencen Sammlung des Igo Levi in Nürnberg, Gibitzenhoferstr. 84, angekauft“, darunter ein Hanauer „Enghalskrug, Fischerzunft in Nürnberg, 1687“ für 200 RM.[3] Die von Volckamer verzeichnete Inventarnummer der Sammlung Levi (201) findet sich auf der Unterseite des Kruges, was die Identität bestätigt.

Insgesamt erwarb Volckamer 12 Objekte, von denen er eines laut Tagebucheintrag zurückgab. Drei Objekte lassen sich im Museumsbestand identifizieren (Ke 1495, Ke 1743, Ke 1507), für weitere fünf lässt sich die Identität lediglich vermuten (Ke 1751, Ke 1752, Ke 1705, Ke 1681, Ke 1591). Vier Objekte konnten nicht im Museum nachgewiesen werden.

Igo Levi wurde in der NS-Zeit verfolgt. Seit dem frühen 20. Jahrhundert hatte er eine der größten Fayence-Sammlungen in Deutschland zusammengetragen. Sie wurde 1938 beschlagnahmt, Igo Levi wurde verhaftet. 1939 gelang ihm gemeinsam mit seiner Familie die Emigration in die Schweiz. Bereits vor 1933 hatte Levi Teile der Sammlung an die Stadt Nürnberg verkauft. Die genauen Umstände und Gründe für den Verkauf 1936 konnten bislang nicht endgültig geklärt werden.

 

Siehe zu Igo Levi:

Anja Ebert: Die Sammlung Igo Levi – „Versteigert“ im Germanischen Nationalmuseum? In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2017, S. 180–199, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.



[1]Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1936, S. 4–5: „21. [Januar 1936] Aus dem Erlös einer am 21.XII.1935 erlösten Bayer. Komm.Samml.Abl.Anleihe nachstehende kleine Nürnberger Fayencen Sammlung mit Nürnberger Patrizier Stücken von der in Auflösung begriffenen großen Fayencen Sammlung des Igo Levi in Nürnberg, Gibitzenhoferstr. 84, angekauft. Beleg 11“, S. 7: „21. [Januar 1936] Dienstag: Von 10 ½ bis 1 Uhr bei Igo Levi Gibitzenhofstr. 84 wegen Ankauf von Nürnberger Fayencen […]“; s. auch S. 5, 7, 8, Einträge vom 23.1., 28.1. und 30.1.1936. – Kaufpreis 200 RM.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1495, HG 9648. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[3]Wie Anm. 1.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Ke 1743
Inv.Nr. (alt)
HG 9901
Fremd-Inv.Nr.
262 (Slg. Levi)
Zugangsregisternr.
ZR 1944/23
Material
Hanauer Fayence, Blaumalerei
Maße
Höhe 2,6 cm
Durchmesser 25 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
auf Unterseite vier Aufkleber: weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic], direkt darüber weißer, rechteckiger Zettel/Aufkleber mit Umrandung und Vordruck in Schwarz: "Fayencen-Sammlung / Guido von Volckamer / München-Gern / Marke: [nichts eingetragen]". Außerdem kleiner, rechteckiger Aufkleber mit blauem Dekor und schwarzem Druck "Sammlung / Dr. O. / Grossmann / Frankfurt-M." und Aufkleber mit gezahntem Rand, schwarzem Rahmen, darin hs. in schwarzer Tinte "G.E / B.E."; Aufschrift auf der Glasur in verblassten schwarzer Farbe vmtl. "Harsdörffer" und "Levy" [Igo Levi?]
DatumProvenienz
vor 1930Otto Grossmann, Frankfurt a.M., erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
zwischen vor 1930 und 21.01.1936Verbleib unbekannt
21.01.1936Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Igo Levi, Nürnberg [2]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben durch Schenkung von Guido von Volckamer[3]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist bedenklich, es liegen Verdachtsmomente vor.

Das Objekt kam 1941 mit der Sammlung Volckamer ans Haus. Volckamer hatte es 1936 vom Nürnberger Unternehmer Igo Levi erworben: In seinem Tagebuch vermerkte Guido von Volckamer am 21. Januar 1936, er habe an diesem Tag mehrere Objekte „[…] von der in Auflösung begriffenen großen Fayencen Sammlung des Igo Levi in Nürnberg, Gibitzenhoferstr. 84, angekauft“, darunter ein Hanauer „Teller mit dem Wappen der Nbgr. Patrizierfamilie Harsdörfer“ (Inv.Nr. der Slg. Levi: 262). Aus dem Tagebucheintrag geht der Kaufpreis nicht eindeutig hervor.[4] Der Teller ist auf der Unterseite bezeichnet mit „Levy“.

Insgesamt erwarb Volckamer 12 Objekte, von denen er eines laut Tagebucheintrag zurückgab. Drei Objekte lassen sich im Museumsbestand identifizieren (Ke 1495, Ke 1743, Ke 1507), für weitere fünf lässt sich die Identität lediglich vermuten (Ke 1751, Ke 1752, Ke 1705, Ke 1681, Ke 1591). Vier Objekte konnten nicht im Museum nachgewiesen werden.

Igo Levi wurde in der NS-Zeit verfolgt. Seit dem frühen 20. Jahrhundert hatte er eine der größten Fayence-Sammlungen in Deutschland zusammengetragen. Sie wurde 1938 beschlagnahmt, Igo Levi wurde verhaftet. 1939 gelang ihm gemeinsam mit seiner Familie die Emigration in die Schweiz. Bereits vor 1933 hatte Levi Teile der Sammlung an die Stadt Nürnberg verkauft. Die genauen Umstände und Gründe für den Verkauf 1936 konnten bislang nicht endgültig geklärt werden.

Laut rückseitigem Aufkleber befand sich der Teller ursprünglich in der Sammlung von Sanitätsrat Otto Grossmann in Frankfurt. Sie wurde in zwei Auktionen am 27./28. Mai 1930 und am 9./10. Dezember 1930 bei Hugo Helbing in Frankfurt versteigert.[5] Der Teller wurde in keiner der beiden Auktionen angeboten.

 

Siehe zu Igo Levi:

Anja Ebert: Die Sammlung Igo Levi – „Versteigert“ im Germanischen Nationalmuseum? In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2017, S. 180–199, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.



[1] Laut rückseitigem Aufkleber, s. Objektuntersuchung. – Otto Grossmann verstarb 1930.

[2] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1936, S. 4–5: „21. [Januar 1936] Aus dem Erlös einer am 21.XII.1935 erlösten Bayer. Komm.Samml.Abl.Anleihe nachstehende kleine Nürnberger Fayencen Sammlung mit Nürnberger Patrizier Stücken von der in Auflösung begriffenen großen Fayencen Sammlung des Igo Levi in Nürnberg, Gibitzenhoferstr. 84, angekauft. Beleg 11“, S. 7: „21. [Januar 1936] Dienstag: Von 10 ½ bis 1 Uhr bei Igo Levi Gibitzenhofstr. 84 wegen Ankauf von Nürnberger Fayencen […]“; s. auch S. 5, 7, 8, Einträge vom 23.1., 28.1. und 30.1.1936. – Anstelle eines Preises ist im Eintrag vom 21.1.1936 lediglich ein Gedankenstrich verzeichnet, so dass unklar ist, ob der Preis identisch mit dem des vorausgehenden Eintrags ist (dies wären 200 RM) oder es sich um ein Geschenk handelte.

[3] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1743, HG 9901. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[4] Wie Anm. 2.

[5] Nachlass Richard Seligsohn, Sammlung San.-Rat Dr. J. H., Frankfurt a. M., aus der Sammlung San.-Rat Dr. Otto Grossmann und anderer Privatbesitz: ostasiatische Kunst: Frühkeramik, Porzellane, Bronzen; europäische Kunst: Plastiken des Mittelalters und der Renaissance, alte und moderne Gemälde; kostbare Lederarbeiten des Mittelalters und der Renaissance; Fayencen, Porzellane, Zinn, Glas, Teppiche. Aukt.Kat. Hugo Helbing, Frankfurt, 27.–28. Mai 1930, URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/helbing1930_05_27 [31.08.2018]. – Nachlass San.-Rat Dr. O. Grossmann, Frankfurt a. M., Nachlass Louis Marx, Frankfurt a. M., Sammlung v. Neufville und anderer Privatbesitz, Sammlung Prof. Alex. Linnemann, Frankfurt a. M.: Plastik der Gotik und der Renaissance, Kleinplastik des Barock, byzantinisches Kreuz, antikes Kunstgewerbe, Silber, antike Möbel, frühgotische Scheiben und Schweizer Scheiben, alte und moderne Gemälde. Aukt.Kat. Hugo Helbing, Frankfurt, 9.–10. Dezember 1930, URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/helbing1930_12_09[31.08.2018].

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Ke 1507
Inv.Nr. (alt)
HG 9647
Zugangsregisternr.
ZR 1942/102
Alternativer Titel
Henkelkrug
Material
Fayence
Maße
Höhe 18,5 cm
Höhe mit Deckel 21,6 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
innen, am Hals in schwarzer Farbe "884." [Slg. Igo Levi ]
DatumProvenienz
21.01.1936Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Igo Levi, Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist bedenklich, es liegen Verdachtsmomente vor.

Das Objekt kam 1941 mit der Sammlung Volckamer ans Haus. Volckamer hatte es 1936 vom Nürnberger Unternehmer Igo Levi erworben: In seinem Tagebuch vermerkte Guido von Volckamer am 21. Januar 1936, er habe an diesem Tag mehrere Objekte „[…] von der in Auflösung begriffenen großen Fayencen Sammlung des Igo Levi in Nürnberg, Gibitzenhoferstr. 84, angekauft“, darunter ein „Nürnberger Bauchkrüglein mit dem Nbgr. Patrizier Wappen: Harsdörfer“ für 200 RM.[3] Eine der beiden von Volckamer verzeichneten Inventarnummern der Sammlung Levi (884/347) findet sich innen im Hals des Kruges (884), was die Identität bestätigt.

Insgesamt erwarb Volckamer 12 Objekte, von denen er eines laut Tagebucheintrag zurückgab. Drei Objekte lassen sich im Museumsbestand identifizieren (Ke 1495, Ke 1743, Ke 1507), für weitere fünf lässt sich die Identität lediglich vermuten (Ke 1751, Ke 1752, Ke 1705, Ke 1681, Ke 1591).Vier Objekte konnten nicht im Museum nachgewiesen werden.

Igo Levi wurde in der NS-Zeit verfolgt. Seit dem frühen 20. Jahrhundert hatte er eine der größten Fayence-Sammlungen in Deutschland zusammengetragen. Sie wurde 1938 beschlagnahmt, Igo Levi wurde verhaftet. 1939 gelang ihm gemeinsam mit seiner Familie die Emigration in die Schweiz. Bereits vor 1933 hatte Levi Teile der Sammlung an die Stadt Nürnberg verkauft. Die genauen Umstände und Gründe für den Verkauf 1936 konnten bislang nicht endgültig geklärt werden.

 

Siehe zu Igo Levi:

Anja Ebert: Die Sammlung Igo Levi – „Versteigert“ im Germanischen Nationalmuseum? In: Gekauft – Getauscht – Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Bearb. von Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum 18). Nürnberg 2017, S. 180–199, URL: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/392.



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1936, S. 4–5: „21. [Januar 1936] Aus dem Erlös einer am 21.XII.1935 erlösten Bayer. Komm.Samml.Abl.Anleihe nachstehende kleine Nürnberger Fayencen Sammlung mit Nürnberger Patrizier Stücken von der in Auflösung begriffenen großen Fayencen Sammlung des Igo Levi in Nürnberg, Gibitzenhoferstr. 84, angekauft. Beleg 11“, S. 7: „21. [Januar 1936] Dienstag: Von 10 ½ bis 1 Uhr bei Igo Levi Gibitzenhofstr. 84 wegen Ankauf von Nürnberger Fayencen […]“; s. auch S. 5, 7, 8, Einträge vom 23.1., 28.1. und 30.1.1936. – Kaufpreis 200 RM.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Ke 1507, HG 9647. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

[3] Wie Anm. 1.

Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Gm 1439
Zugangsregisternr.
ZR 1944/114
Material
Malerei auf Eichenholz (Quercus)
Maße
Höhe 57,9 cm
Breite 51,3 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
Rückseitig am Keilrahmen mind. 5mal rechteckiger Stempel mit Umrandung und Schrift: „Guido von Volckamer / Kirchensittenbach / München-Gern / * ……..19 …* / Klugst. 51 * Tel. 4974“. Unten links weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: „Stiftung v. Volckammer“ [sic].
DatumProvenienz
spätestens 1914Guido von Volckamer, München, erworben von Unbekannte(r) Vorbesitzer [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Frank zu Döfering berichtet in seiner Darstellung der Familiengeschichte der Kreß von Kressenstein, Guido von Volckamer habe das Gemälde „kurz vor dem Weltkriege in Löwen käuflich“ erworben.



[1] Karl Friederich von Frank zu Döfering: Die Kressen. Eine Familiengeschichte. Schloss Senftenegg 1936, S. 391, Nr. 233, Abb. 165. – Kurt Löcher: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums). Ostfildern-Ruit 1998, S. 538–539.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1439. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
Gm 1441
Zugangsregisternr.
ZR 1944/116
Material
Öl auf Leinwand
Maße
Höhe 92 cm
Breite 72 cm
Sammlung
Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Objektuntersuchung
auf Rückseite, oben am Keilrahmen ein aufgeklebtes Papier mit Hs. Guido v. Volckamers: "Maria Helena Tetzel von Kirchensittenbach, Georg Christoph Behaims u. Maria Helena Giglin / Tochter, Tab. XI geb. 1639 d. 13. Januar, verm. 1675 d. 26 April mit Gustav Philipp Tetzel von Kirchensittenbach / (1632 - 1696 zu Wien) sie starb 1676, d. 9. Nov. Sie war 2 mal verheiratet, A° 1656 vermählte sie / sich zum 1 male mit dem A°: 1671 den 21 Mai verstorbenen Senator Hans Christoph Haller von Haller- / stein Biedermann T. CXXI. Sie ist die Mutter der Maria Helena Schlüsselfelder, gebornen Haller, / der Gemahlin des Stifters Johann Carl Schlüsselfelder, 1653 - 1709. Die teilweise ergänzte / Inschrift des Bildes ist fehlerhaft. / München, Februar 1917 / Guido von Volckamer / Von Leistner in Nürnberg erworben. Guido von Volckamer". Oben am Rahmen runder Stempel mit umlaufender Schrift: "Guido von Volckamer'sche Familien-Sammlung München", darin vier Wappen und die Jahreszahl "1913", unten am Keilrahmen rechteckiger Stempel mit Umrandung und Schrift: „Guido von Volckamer / Kirchensittenbach / München-Gern / * ……..19 …* / Klugst. 51 * Tel. 4974“ und großer, runder Aufkleber mit blütenförmigem Rand und blauem Aufdruck, umlaufend: "Guido v. Volckamer auf Kirchensittenbach München", darin ein Wappen
DatumProvenienz
Februar 1917Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Jakob Leistner, Nürnberg [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Dem auf dem Keilrahmen aufgeklebten Papier zufolge hat Volckamer das Gemälde „von Leistner in Nürnberg erworben“, datiert ist der Hinweis „München, Februar 1917“.



[1] Inschrift auf einem Aufkleber, s. Objektuntersuchung.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Gm 1441. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.

Bearbeitung
TS
Inv.Nr.
HG 9918
Zugangsregisternr.
ZR 1944/40
Material
Zinn, gegossen, gelötet, graviert
Maße
Höhe 31 cm
Durchmesser Boden 19,2 cm
Sammlung
Kunsthandwerk bis 1800
Objektuntersuchung
zwei Aufkleber auf Unterseite: jeweils klein, weiß, rechteckig, auf einem mit blauem Kugelschreiber "6 (oder G?) GM / Nürnb.", auf dem anderen mit rotem Kugelschreiber "166"; zugehörige Beschriftung, Schreibmaschine auf Pappe: "PAULUS SCHUBERT / F 32 Schraubflasche mit Allianzwappen Tetzel-Peller"
DatumProvenienz
23.04.1936Guido von Volckamer, München, erworben durch Kauf von Limpert (Rudolf Limpert Antiquitäten), München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 konnte nicht eindeutig geklärt werden.


Guido von Volckamer erwarb die Schraubflasche laut Tagebucheintrag im April 1936 für 80 RM bei dem Münchner Antiquitätenhändler Rudolf Limpert. Volckamer zufolge stammt sie aus dem „Nachlass des Altdorfer Universitäts Curators Gustav Georg Tetzel, 1660–1728, der sich 1683 mit Anna Maria Peller, 1664–1721, vermählte.“



[1] Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1936, S. 28: „23. [April 1936] R. Limpert, Antiquitätengeschäft Barerstrasse 6 B. 44. Zinnflasche Sechsseitig. Mit gravierten Wappen der beiden Nürnberger Patrizier=Familien: Tetzel von Kirchensittenbach u. Peller von Schoppershof u. der Jahreszahl: 1683. Die Wappen umgeben von Lorbeer=Kränzen u. Bändern. Im Deckel der Zinnstempel. Höhe: 31 cm. Aus dem Nachlass des Altdorfer Universtitäts Curators Gustav Georg Tetzel, 1660–1728, der sich 1683 mit Anna Maria Peller, 1664–1721, vermählte. Selten schöne Zinnflasche. [dahinter geschweifte Klammer] 80,-. Vergleiche Katalog der Historischen Ausstellung der Stadt Nürnberg 1906, Pag 66, No. 151“ (Kaufpreis 80 RM). – Der Verweis auf den Katalog der Historischen Ausstellung der Stadt Nürnberg auf der Jubiläums-Landes-Ausstellung Nürnberg 1906. Ausst.Kat. Stadt Nürnberg. Nürnberg 1906, S. 66, Kat.Nr. 151, bezieht sich auf ein Vergleichsobjekt.
[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu HG 9918. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39, Stifter S–Z, Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert.
Bearbeitung
AE
Inv.Nr.
Min 153
Zugangsregisternr.
ZR 1963/34
Alternativer Titel
Charlotte von Scheurl
Material
k.A.
Maße
Höhe 9 cm
Breite 7 cm
Sammlung
Kunst und Kunsthandwerk 19.-21. Jhd.
Objektuntersuchung
Auf der Rückseite ein aufgeklebtes Papier, darauf hs. in der Schrift Guido von Volckamers: „Guido v. Volckamer’sche Sammlung / Helena Charlotte Maria Jacobine von Scheurl geb: 1796 d. 10. Juli / vermählt 1822 d. 28 Mai mit Paul Wilhelm Freiherr v. Ebner, gestorben 1834 d. 18 Februar“. Ein weiterer Papierstreifen ist darüber geklebt, darauf hs. in der Schrift Guido von Volckamers: „Schwester zu Jenny v. Volckamer geb. v Scheurl / Zum Geschenk erhalten von Baronesse Karoline von Ebner in München am 6. Februar 1918.“ Unten am Rahmen ein weißer, rechteckiger Aufkleber, Schreibmaschine: "Stiftung v. Volckammer" [sic]  
DatumProvenienz
06./12.02.1918Guido von Volckamer, München, erworben durch Schenkung von Karoline von Ebner, München [1]
Mai 1941Germanisches Nationalmuseum, erworben im Erbgang von Guido von Volckamer[2]
Die Provenienz für den Zeitraum 1933 bis 1945 ist rekonstruierbar und unbedenklich.

Das Bildnis wurde Volckamer „[g]eschenkweise" von „obengenannter Dame" überlassen; dabei handelte es sich um Karoline von Ebner, die im Tagebuch Volckamers im darüber befindlichen Eintrag erscheint. Das genaue Datum der Schenkung ist im Tagebuch nicht angegeben, der Eintrag steht zwischen dem 6. und dem 12. Februar 1918. Auf der Rückseite ist der 6. Februar vermerkt (s. Objektuntersuchung).



[1] Rückseitige Beschriftung, s. Objektuntersuchung. – Bibliothek GNM, NL Guido von Volckamer, Hs 140263, Tagebuch 1918, S. 18: „Ein Original Miniaturbild der Helena Charlotte Maria Jacobina von Scheurl, geb. 10. Juli 1796 vermählt 28. Mai 1822 mit Paul Wilhelm Freiherr v. Ebner, sie starb 18. Febr. 1834. – Auf Elfenbein gemalt von Fleischmann 1817 – In altem Rahmen 13 ½ x 15 ½ cm Größe des Miniatur Bildes, oval 7 x 8 ½ cm“.

[2] Registrar GNM, Zugangsregister, Inventarbuch, Inventarkarte zu Min 153. – Im Testament vom 29.11.1940 vermachte Volckamer seine Sammlung dem GNM, HA GNM, GNM-Akten K 39 (S–Z), Nr. 106, Abschrift des Testaments. – Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Nachlasses Volckamer durch das GNM s. allgemein  Horst Pohl: Guido v. Volckamer und seine Sammlungen. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 52, 1963, S. 554–559, hier S. 558. – Der Großteil der Sammlung wurde im Museum erst 1942 bzw. 1944 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert. Andere Objekte waren als Tauschabgaben vorgesehen oder wurden in der Nachkriegszeit inventarisiert. Min 153 wurde 1963 im Zugangsregister verzeichnet und inventarisiert.

Bearbeitung
TS (Text und Recherche)
AE (Recherche)